[Rezension] Trust in us - Nur du und ich

Trust in us
Nur du und ich

Autor: Annie Waye
Verlag: beHeartbeat
Seitenanzahl: 351 Seiten
ET: 30.04.2021
ISBN: 978-3-7517-0310-9
Quelle






Fesselnd. Zum Nachdenken. Und mit dem besten Good Guy, den man sich wünschen kann! Go, Jeff, Go!!!


Ist ihre Liebe stärker als die Wahrheit?

Als Caroline für ihre Collegezeitung den Footballspieler Jeff interviewen soll, hat sie keine großen Erwartungen. Jeff gilt als introvertiert, er geht nicht auf Partys und scheint keine spannenden Geheimnisse zu haben. Doch dann steht sie vor ihm und kann das Prickeln nicht ignorieren, das sofort zwischen ihnen entsteht. Denn anders als erwartet ist Jeff tiefgründig, warmherzig und verdammt attraktiv. Caroline verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Aber dann kommt Jeffs tiefstes und dunkelstes Geheimnis ans Licht. Ein Geheimnis, das ihn zu dem macht, der er ist und den Caroline so bedingungslos liebt. Und dennoch gefährdet diese Wahrheit nicht nur Jeffs Sportlerkarriere, sondern könnte auch seine und Carolines Liebe zerstören. (© beHeartbeat)

Seit einer Weile nerven mich Bad Boys…sehr sogar. Immer diese Klischees mit den bösen Buben die durch das Mauerblümchen geändert werden. Ufff. Seufz. Gähn?!
Als ich den Klappentext von TRUST IN US las, war ich neugierig. War Jeff ein guter oder ein böser? Was ist das für ein Geheimnis? Ich wollte es wissen! Und wurde nicht enttäuscht!


Die Handlung und die Charaktere


Zuerst einmal etwas Wichtiges:
Jeff ist ein absoluter GOOD GUY. Aufmerksam, loyal, fürsorglich, liebenswert, aufopfernd und wäre Caroline nicht schneller gewesen, ich hätte als nächstes laut „MEINER“ gerufen. Jeff ist etwas ganz Besonderes und dieses dunkle Geheimnis, welches im Klappentext erwähnt wird, wird schon ziemlich bald gelüftet. Von Caroline und bringt damit einiges ins Rollen.

Doch zurück zu Jeff. Jeff ist Footballspieler und gut darin. Liebt er den Sport? Mhmmm…es seine Chance ein besseres Leben zu führen und deshalb tut er es. Für seine Mum, die schon genug durchmachen musste. Jeff liebt seine Mutter abgöttisch und würde alles für sie tun. Er ist ein loyaler, fürsorglicher und liebevoller Sohn, der das Glück seiner Mum oft vor sein eigenes stellt (jedenfalls kam mir das so vor).

Caroline – Cary - ist da schon etwas schwieriger. Sie ist wohl im Buch das „Bad Girl“ mit den vielen ONS, der Beziehungsunfähigkeit und ihrem zerrütteten Familienverhältnis. Ich fand Cary zwar von Anfang an interessant, aber nicht immer sympathisch, was aber auch an ihrem Berufswunsch liegen könnte:
Sie möchte Sport-Journalistin werden!
Dafür hat sie ihren Eltern die Stirn geboten, geht nebenbei Arbeiten (wobei ihre Eltern echt vermögend sind) um von etwas zu leben und ist ständig auf der Suche nach der nächsten MEGA Story. Cary behauptet zwar von Anfang an, dass sie keine Klatschreporterin sein will, doch wo ist die Grenze? Was ist falsch und was ist richtig?
Fragen, die sich Caroline im Laufe des Buches stellen muss und dessen Beantwortung vieles in ihr Wachrüttelt.

Anders als Jeff hat sich Cary sehr weiterentwickelt, und zwar durch Jeff. Jeff ist schon die ganze Zeit liebenswert und ihn mochte ich echt ab der ersten Seite. Cary machte es mir nicht immer leicht. Sie war oberflächlich, wollte Anerkennung, gesehen werden und in der Sport-Unizeitung einen Artikel von ihr wissen. Doch je mehr Zeit sie mit Jeff verbrachte, desto liebenswerter wurde sie mir. Plötzlich war Aussehen nicht mehr alles, plötzlich wollte sie nicht mehr von ALLEN gesehen werden, sondern nur noch von Jeff (und nein, es ist keine toxische Beziehung, jedenfalls kam es mir nicht so vor). Das erste Mal in ihrem Leben hat sich Cary verliebt. In das glatte Gegenteil von ihr doch diese Person bringt das beste aus ihr hervor. Durch Jeff schloss ich auch Cary ins Herz, denn plötzlich beginnt sie sich und ihre Taten zu reflektieren und daraus zu lernen. Diese Veränderung kommt nicht sofort, aber es schleicht sich langsam ein und machte das alles realistischer.

Die Liebesgeschichte zwischen Jeff und Caroline ist stürmisch und intensiv. Es ist kein Buch, wo das Zusammenkommen schwierig ist, sondern vielmehr das Zusammenbleiben. Ein Sportler und eine Sportjournalistin? Die beiden versuchen einen Weg zu finden – gemeinsam.
Ich hätte mir zwar ein paar mehr Szenen der beiden gemeinsam gewünscht, aber auch so haben sie eine schöne Kennenlernzeit gehabt.


Angesprochene Themen


Annie Waye schreibt aber nicht nur über eine Liebesgeschichte, die es nicht leicht hat oder über eine Journalistin, die langsam erkennt, dass es in ihrer Branche nicht alles so rosarot ist, wie sie es gerne sehen würde (ja, bei diesem Punkt ist Cary anfangs ziemlich naiv).
Sie wirft auch die Frage auf, ob ein Mensch nach den Fehlern anderer bewertet werden kann. Ob ein Mensch nur deshalb schlecht ist, weil ein naher Angehöriger etwas Schlechtes getan hat. Sie zeigt, welche Macht die Medien haben und das skandalöses viel eher gehör findet als das reine Positive.
Sie schreibt auch darüber, dass die Welt nicht immer fair ist und das hinter ein charmantes Lächeln ein sture Person ohne Anstand oder Rechtbewusstsein stecken kann.

Viele wichtige Themen, die das Buch tiefgründig machen, aber nicht so schwer, dass man nicht angenehm durch die Seiten fliegen könnte.


Die Schreibweise


Das Buch ist ausschließlich aus der Sicht von Cary geschrieben und so bekommt man ihre Veränderung hautnah mit. Auch wenn das ein oder andere Kapitel aus Jeffs Sicht sicher toll gewesen wäre, war es nicht nötig. Cary ist spannend genug und hat ebenso viele Dämonen zu bekämpfen.

Die wichtigen Themen sind zwar zahlreich, aber die Schreibweise ist dennoch locker, flüssig und angenehm zu lesen. Ich kam gut im Buch an. In der Mitte tat ich mich kurz etwas schwer, aber diese kurze Phase ging schnell vorüber und die restlichen Seiten verschlang ich.



Alles in allem hat mir mein erstes Buch von Annie Waye (Das ist ihre dritte Veröffentlichung) recht gut gefallen. Die Themen sind wichtig und verdienen es gehört zu werden, die Charaktere authentisch und die Liebesgeschichte zwar rasant, aber auch wunderschön zu verfolgen.
Ich habe TRUST IN US gerne gelesen und gebe der Geschichte von Caroline und Jeff 4,5 von 5 Federn!



Ich möchte mich ganz herzlich bei Lesejury für die Bereitstellung des Leseexemplars bedanken!


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Meine Meinung ist trotz Rezensionsexemplar ehrlich und nicht gekauft! 

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