[Rezension] Sieben Briefe nach Cornwall


Sieben Briefe nach Cornwall

Autor: Jennifer Waschke
Verlag: Digital Publishers
Seitenanzahl: 350 Seiten
ET: 10.04.2021
ISBN: 978-3-96817-579-9
Quelle


Der Inhalt klang so gut, aber leider wurde ich mit Riley nicht warm. Ihre Art war nicht meins…so schade!



Ein Geheimnis, an dessen Ende das große Glück wartet
Der stimmungsvolle Liebesroman vor der romantischen Kulisse Cornwalls

Ein Café in Cornwall, ein Apartment und ein Anwaltsschreiben: das alles bekommt die vierundzwanzigjährige Riley überraschend von ihrem Vater hinterlassen. Ein Vater, den sie nie kennengelernt hat und von dem sie immer dachte, er wüsste nichts von ihr. Getrieben von dem Wunsch, mehr über ihn zu erfahren, fährt sie in den kleinen Küstenort, um das Café zu übernehmen und auf die Suche nach Antworten zu gehen. Sie findet dort ein Fotoalbum und einen Brief ihres Vaters, worin er sie auf eine Schnitzeljagd durch sein Leben lenkt: Anhand des Fotoalbums führt er sie an Orte, die ihm etwas bedeutet haben, damit sie die Chance hat, ihn und seine Heimat kennenzulernen. Sechs weitere Briefe verstecken sich dort, die alles erklären sollen. Bei ihrer Suche bekommt Riley Hilfe vom ortsansässigen Straßenmusiker Sebastian und findet nicht nur nach und nach eine Verbindung zu ihrem Vater und seinem Leben, sondern lässt auch den Mann mit der Gitarre in ihr Herz … (© Digital Publishers Verlag)



Ein neues Buch von Jennifer Waschke! Na klar wollte ich das Buch lesen! Thematisch klang es tiefgründig und sehr interessant…nur leider wurde ich mit Protagonistin Riley gar nicht warm und ihre Ansichten konnte ich einfach nicht nachvollziehen…


Die Handlung und die Charaktere


Die Suche nach der Wahrheit führt Riley ins kleine Städtchen Seagulls nach Cornwall, nachdem sie überraschend ein Café von ihrem bis dato unbekannten Vater erbt. Für Riley steht fest, dass das die Chance ist, endlich etwas von ihrem leiblichen Vater zu erfahren und beschließt das Erbe anzutreten und das Café wieder zu eröffnen.

Und schon am Anfang wurde ich mit Riley nicht warm und das aus persönlichen Gründen. Ich selbst kenne zwar meinen leiblichen Vater, aber ich habe einen Stiefvater, der mich aufgezogen und ja, auch geprägt hat. Ich bin meinem Stiefvater so viel ähnlicher als meinem biologischen und dann kommt Riley daher und schwärmt davon, dass sie endlich erfährt, warum sie so ist, wie sie ist, weil sie endlich weiß, wer ihr leiblicher Vater ist. Der Name Jack, also ihr Ziehvater, wird zwar manchmal erwähnt, aber eher abgetan mit „er ist ja nicht mein echter Vater“.
Der Charakter bildet sich nicht aus der DNA, sondern aus dem Erlebten…jedenfalls habe ich diese Erfahrung gemacht und so wurde ich mit Rileys Denkweise gar nicht warm. Außerdem nervte mich ihr ständiges ich bezogenes denken. Ja, die Leute in Seagulls machten es ihr nicht leicht, ja, es ist Mist, dass sie erst nach dem Tod ihres Vaters erfahren hat, dass er von ihr wusste, ABER auch andere Menschen haben Matt – ihren leiblichen Vater – verloren, aber in ihrem Kopf dreht sich alles um sie selbst. Sie denkt über das Café nach, dass sie trotz fehlender Erfahrung nach Startschwierigkeiten super führt, sie denkt über die Schnitzeljagd nach, die sie quer durch Cornwall führt und ihr Stück für Stück ihren Vater näherbringt und sie denkt darüber nach, wie schlecht die Beziehung zu ihrer Mutter ist.
Sorry, aber ich konnte einfach nicht richtig mit Riley. Ich habe es versucht, aber da wollte der Funke nicht überspringen.

Die Liebesgeschichte ist hingegen süß, wenn auch nicht überraschend, aber ich mag es, wenn aus Freundschaft Liebe wird und die Funken aber schon von Anfang an da waren.
Das Drama am Schluss…tja. Keine Überraschung, aber die Reaktion von Riley – in meinen Augen – überzogen, denn wie schon gesagt:
Die Welt dreht sich nicht nur um sie.

Sebastian ist ein netter Kerl, aber ich konnte ihn lange Zeit nicht richtig greifen. Er war mir zu zweidimensional dargestellt, erst am Ende bekommt er mehr Tiefe und ich konnte ihn endlich besser verstehen. Charlie mochte ich von Anfang an. Der beste Freund von Matt ist ein herzensguter Mann und ab der ersten Stunde für Riley da. Lydia ist leider ein typischer Nebencharakter. Sie ist zwar der Protagonistin eine große Hilfe, aber leider ist sie mir auch etwas zu oberflächlich gehalten. Sie erzählt war Fakten über sich, aber die Hintergründe haben mir leider gefehlt.

Ich wollte das Buch mögen – ehrlich – aber mir ging Riley auf den Keks, dass sie das mit dem Café so locker hinbekommt, fand ich unglaubwürdig und dass die Bewohner von Seagulls nicht geschwätziger sind und die finale „Bombe“ früher haben platzen lassen, fand ich auch nicht glaubhaft.
Die Schnitzeljagd fand ich super, wenn sie auch ohne Hilfe unmöglich zu schaffen gewesen wäre, aber durch die sieben Briefe von Matt kam doch Aufregung in die Handlung, wenn sie dennoch meist gemütlich vor sich hingeplätschert ist.


Die Schreibweise


Das Buch ist komplett aus der Sicht von Riley in der ich-Perspektive geschrieben. Eigentlich ein Schreibstil, den ich gerne mag, außer, wenn ich mit der Prota nicht kann, was hier leider der Fall war. Doch auch wenn Riley und ich unsere Schwierigkeiten hatten, war die Schreibweise angenehm und locker gehalten. Es ist ein gutes Buch für zwischendurch!

Auch wenn mich dieses Buch von Jennifer Waschke nicht überzeugen konnte, werde ich dennoch weiter zu ihren Büchern greifen. Diesmal war das Thema zwar für mich ansprechend, aber ich habe einfach eine andere Meinung dazu und wurde dementsprechend nicht mit Riley und ihrer (in meinen Augen) oberflächlichen Sichtweise warm. Beim nächsten Mal wird es wieder anders sein. Geschmäcker sind verschieden und nur weil ich nicht damit konnte, heißt es nicht, dass andere das Buch nicht lieben werden.
Für mich war „Sieben Briefe nach Cornwall“ ein Buch mit einer guten Idee, aber mit einer Protagonistin, die mich nicht überzeugen konnte und einer Handlung, die mir teilweise zu einfach von der Hand ging. Von mir bekommt das Buch daher 2 von 5 Federn!


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Ich möchte mich ganz herzlich bei Digital Publishers für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar bedanken!

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Meine Meinung ist trotz Rezensionsexemplar ehrlich und nicht gekauft! 



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