[Rezension] Royal #1 - Ein Leben aus Glas

Royal #1
Ein Leben aus Glas

Autor: Valentina Fast
Verlag: Impress
Seitenanzahl: 235 Seiten
Hördauer: 5h 44 Min
ET: 06.08.2015
ISBN: 978-3-646-60160-2
Quelle Verlag - Quelle Audible

* Jahresaufgabe Nr. 12 für ImpressChallenge2021 Nicht mein Genre da Dystopie mit Prinzessinnenauswahl!


Ich habe schon so viel positives von der Reihe gehört und da ich die komplette Reihe ungelesen auf dem Reader habe, dachte ich mir: Warum nicht? Befreie sie endlich vom SuB!

Viterra, das Königreich unter einer Glaskuppel, ist der einzige Ort auf Erden, an dem die Menschen die atomare Katastrophe überlebt haben. Um die Bevölkerung bei Laune zu halten, findet dort alle zwei Jahrzehnte die große Fernsehshow zur Königinnenwahl statt. Aber diesmal ist alles anders. Diesmal will der Prinz ein Mädchen finden, das ihn um seiner selbst liebt. Vor den Augen des gesamten Königreichs soll die siebzehnjährige Tatyana zusammen mit den schönsten Mädchen des Landes um die Gunst vier junger Männer buhlen, von denen keiner weiß, wer der echte Prinz ist. Sie würde alles darum geben, nicht teilnehmen zu müssen. Aber auch sie kann sich dem Glanz eines Königslebens nur schwer entziehen… (© Impress)

ROYAL zählt irgendwie schon zum Urgestein von Impress. Diese Reihe ist gehypt wie fast keine andere. Vor Jahren habe ich die komplette Reihe einziehen lassen und auch mit Band 1 begonnen, aber ehrlich gesagt ist nicht viel hängen geblieben. 
Mein 2. Versuch die Reihe endlich vom SuB zu befreien folgte also ein paar Jahre später und diesmal griff ich nicht nur zum eBook, sondern nutzte meine vielen Stunden draußen in der frischen Luft und griff zusätzlich zum Hörbuch. 


Die Handlung 


Die Handlung erinnert mich mit der Grundidee immer noch stark an SELECTION, nur das hier nicht ein Prinz seine Prinzessin sucht, sondern vier Männer und sich der Prinz „bloß“ unter den vieren versteckt. 

Viterra ist die einzige Zivilisation, die es auf der Erde noch gibt. Nach dem dritten Weltkrieg hat nur die Stadt unter der Glaskuppel den Atomkrieg überlebt und dort leben die Menschen in Frieden miteinander. Das Leben unter der Kuppel ist stark kontrolliert und es gibt viele Regeln, die man zu beachten hat. Vor allem, wenn man wie Tatyana - Tanya – bei der Tante wohnt, die ihr erst erlaubt auszuziehen, wenn sie verheiratet ist. 
Tanyas größer Wunsch ist es frei von den Regeln ihrer Tante zu leben. Sie würde gerne beim Ehemann ihrer Schwester in die Lehre gehen und nicht von einem Mann abhängig sein. Nur durch ein Versprechen macht sie bei der Auswahl mit und kommt prompt eine Runde weiter. 
Plötzlich steht sie nicht nur mit den anderen Kandidatinnen in einer Fernsehshow im Mittelpunkt, sondern lernt vier junge Männer kennen, die so verschieden sind und sie doch gleichzeitig verwirren. Doch für ihre Zukunft muss Tanya durchhalten und so tun, als ob sie tatsächlich Prinzessin werden will. 


Die Charaktere 


Im Buch wird Tanya vorgeworfen, dass sie kühl und berechnend wirkt und darüber ist sie aufgelöst und empört. Aber ehrlich? Ich kann verstehen, dass sie auf andere so wirkt, immerhin gibt sie immer die perfekten Antworten, lächelt freundlich in die Kamera und ist so überaus liebreizend, dass sie die jungen Männer quasi sofort den Kopf verdreht. Doch damit sie nicht zu perfekt wird ist sie noch unglaublich tollpatschig und entwickelt ziemlich schnell eine Hass-Liebe zu einen der vier Männer. Mir war Tanya einfach zu perfekt. Sie ist zwar wirklich freundlich und auch sympathisch, aber mir war sie zu gerade. Ohne viel Ecken und Kanten. 

Aber das denke ich auch über die vier jungen Herren, die in einer Castingshow die große Liebe suchen. 
Phillip, Henry, Fernand und Charles sehen so unglaublich gut aus, sind freundlich und einer von ihnen ist der Prinz, aber wer wohl? 
Von Charles bekommt man als Leser noch nicht so viel mit, doch er wirkt in den kurzen Momenten anzüglich, Fernand wirkt eher wie der beste Kumpel von Tanya, als ernsthaft romantische Gefühle für sie zu entwickeln, Henry könnte noch interessant werden, denn der verwirrt Tanya sehr und sie findet ihn äußerst sympathisch. Und Phillip ist einfach nur verwirrend und besagter Hass-Liebe-Kandidat. 
Doch leider haben die vier – so unterschiedlich sie auch beschrieben werden – etwas gemeinsam: 
Sie sind mir zu perfekt und geradlinig beschrieben. Kaum Ecken und Kanten. Die Charaktere sind viel zu konstruiert, um lebendig zu wirken. Das kann sich noch ändern, keine Frage, immerhin bin ich gerade bei Band 1, aber das ist mir eben aufgefallen. 


Die Schreibweise 


Diese ist einfach und leicht gehalten. Die Wortwahl ist schlicht und man liest sich schnell durch die Handlung. 


Die Sprecherin 


Da ich das Buch zum Teil als Hörbuch gehört habe (bin zwischen eBook und Hörbuch hin und her gesprungen), möchte ich auch die Sprecherin erwähnen, und zwar lobend. Wenn ihr gehört habe, machte das Buch mehr Spaß. Beim selbst Lesen musste ich über die ganze Perfektion immer wieder die Augen verdrehen, aber Yara Blümel brachte etwas Leben in das Ganze und sie konnte die Stimmung super einfangen.


Vielleicht bin ich auch schon zu alt für eine Dystopie mit Prinzessinnenauswahl? Ich weiß es leider nicht, aber mir war vieles zu konstruiert und perfekt. Und doch finde ich die Idee rund um Viterra interessant genug, dass ich weiterlesen möchte. Ich möchte herausfinden wer der Prinz ist (auch wenn ich schon eine Ahnung habe), ich möchte herausfinden, ob Claire wirklich so zuckersüß ist, wie sie tut (ich habe meine Zweifel) und ich möchte herausfinden, ob es Viterra wirklich so friedlich ist, wie es wirkt. 
Ich bin noch nicht ganz von der Story überzeugt, aber ich möchte ihr noch eine Chance geben. 
Band 1 von ROYAL „Ein Leben aus Glas“ bekommt von mir 3 von 5 Federn. Es machte teilweise schon Spaß beim Lesen/Hören, aber die Charaktere waren mir zu perfekt.


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