[Kurzrezension] Frostmagie - Kalte Füße, heißes Blut

Frostmagie
Kalte Füße, heißes Blut

Autor: Margaux Navara
Verlag: /
Seitenanzahl: 192 Seiten
ET: 13.12.2020
ISBN-13 : 978-3966986250
Quelle





Und das nächste Buch des FROSTMAGIE Gemeinschaftsprojekts. Diesmal geht es heiß her…wenn dieses „heiß her“ auch nicht direkt meinen Geschmack traf…

Smarter Police Officer trifft auf coole Trailerbraut - Spanking unterm Weihnachtsbaum nicht ausgeschlossen

Lyn kommt nur knapp über die Runden. Der Dealer ihrer verstorbenen Mutter will ihr den Trailer unter dem Hintern weg verkaufen, dabei funktioniert nicht einmal mehr die Heizung. Und das im Dezember in Frost Creek. Wo bleibt da die Frostmagie? Selbst die Schneekugel, die sie im Laden bewundert, bringt ihr kein Glück. Stattdessen findet sie sich in den Fängen eines sehr unnachgiebigen, aber teuflisch attraktiven Police Officers wieder.
Angus hat all seinen Kinks abgeschworen und sich an diesen Ort am Ende der Welt versetzen lassen. In Frost Creek herrschen Beschaulichkeit und Ordnung. Denkt er. Die junge Frau, die ihm den Mittelfinger zeigt, geht ihm nicht aus dem Kopf. Als er sie beim Klauen erwischt, bricht er seinen Schwur. Bei eben dieser einen Frau, die ihn wahnsinnig macht, helfen nur seine unkonventionellen Methoden.
Ehe Lyn sich versieht, liegt sie über Angus‘ Knien. (© Margaux Navara)

Okay, ich gebe es zu, im Klappentext wird es erwähnt, aber ehrlich gesagt habe ich diesen Satz nur nebenbei gelesen und mir nichts dabei gedacht. Tja, so schnell kann es gehen und man entwickelt einen intensiven Hass gegenüber einem fiktiven Charakter!

Angus hat spezielle Vorlieben, wenn es im Schlafzimmer heiß hergehen soll. Was legitim und okay wäre, wenn er seine Position als Polizist nicht dafür genutzt hätte. Ich weiß, dass Margaux Navara das anders meinte, aber ich sah bei dieser Szene ziemlich am Anfang des Buches schon rot. Männer, die sich nehmen was sie wollen, nur weil sie es können. Argh! Dieses Thema ist für mich ein rotes Tuch. Angus hat sich damit schon ins Aus bei mir geschossen, auch wenn er es „nicht so gemeint hat, immerhin wollte sie es auch“. Wenigstens hat er selbst gewusst, dass er damit etwas unrechtes tat…gehindert hat es ihm dennoch nicht.

Lynette hatte es im Leben bis jetzt nicht leicht. Drogensüchtige Mutter, die ihr nichts als Schulden und einen versifften Trailer hinterlassen hat. Sie versucht mit allem Mitteln (legal) über die Runden zu kommen, doch langsam ist sie am Ende mit ihrer Kraft. Als Angus sie bei einem vermeintlichen Diebstahl erwischt, nimmt er sie mit zu sich und mein rotes Tuch begann zu wedeln…

Tja, was soll ich sagen. Diese Nische der erotischen Unterhaltung ist so gar nicht meines. Es mag tatsächlich fair, verantwortungsbewusst und achtend dabei zugehen, aber das kommt bei Angus zu Beginn so gar nicht rüber. Da das Buch abwechselnd aus Lyns und Angus Sicht erzählt wird, lernt man beide Charaktere besser kennen, aber das weiß DER ANDERE PROTA JA EIGENTLICH NICHT. Angus kann also nicht sicher wissen, ob Lyn das wirklich mag. Und tut es trotzdem.
Außerdem wird Lyn durch ihr Leben in eine Abhängigkeit gestoßen, die mir ebenfalls sauer aufgestoßen ist. Lyn ist jung, hatte im Leben einen schlechten Start und das war nicht ihre Schuld. Und doch wird sie mit ihren 20 Jahren von Angus wie ein kleines ungezogenes Kind behandelt. Sie giert nach seiner Anerkennung und das bei den normalsten Dingen.

Und ja, das klingt alles so negativ. Klar nervte mich Angus extrem, ABER Lyn faszinierte mich stattdessen mit ihrer Stärke und dem Willen weiterzumachen. Klar fand ich es nicht gut, dass Lyn in eine Abhängigkeit gedrängt wird, ABER Angus versucht ihr zu helfen und sie selbstständig werden zu lassen. Mit ihrem eigenen Leben, dass eben an seiner Seite stattfinden soll, wenn sie es so will.
Die erotischen Szenen halten sich in Grenzen, sodass ich zwar sauer war und wütend schnaufte, aber es schnell überfliegen konnte. Mir sagte eben nicht alles im Buch zu, aber genug, dass ich dranblieb und die Seiten verschlang.
Ich fand die Entwicklung von Lyn gelungen und das Angus sich plötzlich um jemanden sorgte. Ich fand es gut, dass das Thema „Armut ist nicht gleich Kriminalität“ aufgegriffen worden ist und dass die Stadt Frost Creek nicht nur ein Winterwunderland ist, sondern ebenso seine Fehler hat.

Die Schreibweise ist locker, flüssig und angenehm zu lesen. Man fühlt mit den Charakteren mit, auch wenn ich nur einen von zwei gut leiden konnte.

Nicht alles an diesem Buch hat mir zugesagt, aber es konnte mich dennoch gut unterhalten. Ich war manchmal so stinksauer auf Angus, aber alles was mich gestört hat, wussten die Charaktere selbst. Nicht alles war richtig, aber es war ihnen bewusst. 
Obwohl mich Angus am Anfang nur rotsehen hat lassen, wurde meine Meinung über ihn im Laufe des Buch (etwas) besser. Ich bin nach wie vor kein Fan von ihm, aber er war da, als Lyn jemand brauchte. Außerdem war das Buch spannend und hat mich in seinen Bann gezogen. Ich las es gerne, auch wenn ich manche Stellen am liebsten übersprungen hätte. Von mir bekommt „Frostmagie – Kalte Füße, heißes Blut“ 4 von 5 Federn. Es war nicht zu 100% meine Thematik, aber ich fühlte mich gut unterhalten und das war mir wichtig (und das die Dinge die falsch liefen auch angesprochen worden waren).



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Ich möchte mich ganz herzlich bei Margaux Navara für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken!

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Dieser Beitrag muss aufgrund der Verlinkungen als *Werbung* deklariert werden!
Achtung unentgeltliche WERBUNG! 
Meine Meinung ist trotz Rezensionsexemplar ehrlich und nicht gekauft! 

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