[Kurzrezension] Grimm Chroniken #23 - Das Unglückskind

Die Grimm Chroniken #23
Das Unglückskind

Autor: Maya Sheperd
Verlag: Sternensand Verlag
Seitenanzahl: 244 Seiten
ET: 04.12.2020
ASIN : B08M45S2JL
Quelle




*Achtung* Band 23 *Achtung* Kann Spoiler zu den Vorgängern enthalten *Achtung* 


Weitere Fäden finden zueinander, Handlungen enden und doch ist man gefühlt noch Ewigkeiten von dem Ende entfernt. Unerwartetes, Überraschungen und dann die große Frage: Wie soll das alles in nur drei Bänden abgeschlossen sein?!


Sieben Jahre Schnee brachen über Engelland herein, als Margery das Licht der Welt erblickte.
Die Bewohner der Insel straften sie dafür mit Verachtung und nannten sie das Unglückskind.
Trotzdem liebte Margery nichts mehr als ihre Heimat und wäre bereit gewesen, alles zu tun, um diese zu beschützen. Selbst ihr eigenes Leben hätte sie für die Sicherheit ihres Königreichs gegeben. Sie wäre die perfekte selbstlose Königin geworden. Jemand, der es wert war, dass man für ihn kämpfte.
Aber mit jedem Stück ihres Herzens, das sie verlor, schwand das Gute in ihr.

Ihre Mutter Mary scheint die Einzige zu sein, die sie noch vor der Dunkelheit zu retten vermag. Wird es ihr in der Nacht des Blutmondes gelingen, den schwarzen Spiegel zu verlassen und Elisabeth zu besiegen? (© Sternensand Verlag)


Nach dieser Fülle von Informationen, wusste ich im ersten Moment nicht, was ich schreiben sollte. Wo „Der Märchenschreiber“ etwas ruhiger war und einmal aus der Haupthandlung ausbricht, ist man bei „Das Unglückskind“ wieder voll dabei 
Der Krieg der Farben steht kurz bevor, der Blutmond ist sogar noch näher und Margery verändert sich immer weiter. 
Die vergessenen Sieben haben langsam genug. Je mehr Herzstücke Margery verliert, desto kälter wird sie und mit ihrer neuen Stellung sie sogar noch unberechenbarer. 

» „Es ist euer liebreizende Prinzessin, die ihr als weiße Macht verehrt. Das Unglückskind, welches angeblich keiner Seele etwas zuleide tun würde, aber seinen Durst selbst mit Blut stillt.“
„Margery?“, entfuhr es Simonja fassungslos. Sie hatte ihr einiges zugetraut, aber dass sie nun die Königin der Vampire sein sollte, übertraf alles. « 
[Zitat; „Grimm Chroniken 23 – Das Unglückskind“ von Maya Sheperd; Seite 15/194 eBook] 

Doch wo ich schon akzeptiert habe, dass man wohl nicht so leicht sagen kann, wer die weiße und wer die schwarze Macht ist, legen einige Charaktere unfassbare Hoffnung – oder sollte ich es Naivität nennen – an den Tag. So klug beide auch sein können, aber diese Verblendung kann nicht mehr gesund sein. Jedenfalls empfinde ich manche Entscheidungen von Dorian und Will so. 

Aber auch die vergessenen Sieben müssen Entscheidungen treffen, denn stehen sie noch zu Margery, die sich immer weiter verändert? Können sie ihre Taten noch entschuldigen? Glauben sie noch an die Prinzessin? 

Auch Rosalie macht eine Entwicklung durch, die mir gut gefallen hat. Von ihr stammt auch mein Lieblingszitat aus diesem Band, da es ihre Situation so ziemlich auf den Punkt bringt (und ja, ich bin immer noch Pro Rosalie): 

» „Sei ehrlich, hättest du dich an meiner Stelle anders verhalten?“
„Nein“, gab Rosalie verächtlich zu. „Aber ich dachte, dass du besser wärst als ich. So hast du dich zumindest mir gegenüber immer verhalten. So habt ihr euch alle benommen“, rief sie in Wills Richtung. „Ihr habt mich für meinen Egoismus verachtet, dabei ist sich letztendlich jeder selbst der Nächste. Warum sollte ich mein Leben riskieren und mich für Menschen aufopfern, die nicht dasselbe für mich tun würden?“ « 
[Zitat; „Grimm Chroniken 23 – Das Unglückskind“ von Maya Sheperd; Seite 85/194 eBook] 

Und auch Eva bekommt einen größeren Auftritt und hat herbe Verluste zu verkraften. Doch sie ist stark, trägt Magie in sich und hat ein gutes Herz. Ich mochte ihre Entwicklung und bin gespannt, wie sie mich in den Folgebänden überraschen wird! 

» Schwarz, Weiß und Rot – das waren die Farben, die über das Schicksal der Welt entschieden. Während Schwarz und Weiß kaum noch auseinanderzuhalten waren und zu einer grauen Masse schmolzen, schien Rot unbeteiligt am Rand zu verlaufen. « 
[Zitat; „Grimm Chroniken 23 – Das Unglückskind“ von Maya Sheperd; Seite 62/194 eBook] 

Und wenn mich „Die Grimm Chroniken“ eines gelehrt hat, dann das nichts nur Schwarz und Weiß ist. Selbst jetzt sind die Fronten unklar, mit Ausnahme der roten Macht. Ich kann nicht sagen, wer nun für welche Seite kämpft, denn sowohl Margery, wie auch Rosalie haben beides in sich. Licht und Dunkelheit. Die weiße und die schwarze Macht. 

In diesem Band sind mir eine Besonderheit aufgefallen, die ich schon lange wieder vergessen habe. Mary ist in der Ich-Perspektive geschrieben, alle anderen in der 3. Person EZ. 

Außerdem grinse ich gerade wie ein Honigkuchenpferd, weil ich einmal richtig vermutet habe. Hach…der Gedanke ließ mich seit „Der Märchenschreiber“ nicht mehr los, aber ich konnte mir nicht erklären, wie das möglich gewesen wäre. Jetzt weiß ich es. Und grinse breit :D. 
Und auch der Teufel hat wieder seinen Auftritt und ist so undurchsichtig wie eh und je. Ich kann ihn nicht einschätzen. Er ist kein Freund, aber auch kein Feind? Oder doch? Argh…er verwirrt mich wohl am meisten im ganzen Buch! 

Als Fan der Grimm Chroniken seit der ersten Stunde fiebere ich dem Ende der Reihe ebenso entgegen, wie ich nicht glauben kann, dass es bald vorbei sein soll. Seit Jahren verfolge ich der Reise von Maggy, Will, Joe, Ember und den anderen und nur noch 3 Bände liegen vor dem Wort mit den vier Buchstaben. Es sind noch so viele Fragen offen, auch wenn sich manches bereits geklärt hat. Es kann noch so viel passieren und ich bin gespannt, wie Maya Sheperd alle Fäden schlussendlich zusammenfügen wird. Ich weiß jetzt schon, dass es episch wird!

Wieder ein Band der den Leser durch die Seiten sprinten lässt. Es gab kaum Momente, wo man kurz durchatmen konnte, immer passierte etwas. Man erlebt so viele Perspektiven und Handlungen, dass einem der Kopf rauchen würde, wenn man die ganze Geschichte nicht schön längst in sich aufgenommen hätte. Ich kann es kaum erwarten, wie es weitergehen wird. Das Ende naht und doch fühlt es sich noch meilenweit weg an. 
Von mir bekommt „Das Unglückskind“ volle 5 von 5 Federn!



Ich möchte mich ganz herzlich bei Maya Sheperd für die Bereitstellung des Vorab-Leseexemplares bedanken!


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Dieser Beitrag muss aufgrund der Verlinkungen als *Werbung* deklariert werden!
Achtung unentgeltliche WERBUNG! 
Meine Meinung ist trotz Rezensionsexemplar ehrlich und nicht gekauft! 

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