[Rezension] Make me Good

Make me Good

Autor: Josie Charles
Verlag: /
Seitenanzahl: 439 Seiten
ET: 03.10.2020
ISBN-13 : 979-8685168047


Gemütliches Buch für zwischendurch, wenn ich auch lange brauchte, um Barcley sympathisch zu finden. Aber die Botschaft stimmt: Don’t be fake – Sei du selbst! 



»Du bist der klassische Homecoming King … Und ich will deine Homecoming Queen sein.«

Barclay studiert an einer Privat-Uni im sonnigen Miami, fährt einen Sportwagen und hat die angesagteste Clique um sich geschart. Sein Leben scheint perfekt – bis Shannon auftaucht. Die geheimnisvolle Schwarzhaarige lauert Barclay in seinem Auto auf und fordert von ihm, dass er sie zu seiner neuen Freundin macht. Weigert er sich, wird sie sein größtes Geheimnis ausplaudern. Notgedrungen lässt sich Barclay darauf ein, ohne zu ahnen, wie sehr Shannon sein Leben auf den Kopf stellen wird.

Der Millionärssohn und die Kriminelle - kann aus Erpressung Liebe werden? (© Josie Charles)


Das Cover sticht heraus, einmal kein Gesicht drauf. Zudem sprach mich der Klappentext an und von Josie Charles habe ich schon einiges Positives gehört, so dachte ich mir, dass es doch mein erstes Buch der Autorin sein könnte! 

Die Handlung und die Charaktere 


Bei dem Klappentext dachte ich ursprünglich, dass Barcley der Good Guy ist und vor Shannon eben das „bad“ stehen würde. Aber das Buch hat mir schnell bewiesen, dass das Leben eben nicht aus Schwarz und Weiß besteht. 
Barcley selbst stammt aus dem gleichen Waisenhaus wie Shannon und schaffte es nach seiner Flucht (kommt gleich im Prolog vor, ich spoilere also nicht) sich ein besseres Leben aufzubauen. Er lebt seinen Traum, studiert auf einer Privaten Uni in Miami, hat Geld, fährt einen Maserati und seine Freunde sind beliebt. Augenscheinlich das perfekte Leben…bis Shannon in eben dieses kracht. 

Shannon ist 19 Jahre alt und will das, was Barcley hat: 
Auf der Sonnenseite von Miami leben inklusive Geldregen versteht sich. 
Sie nutzt ihr Wissen über ihn, um sich einen Platz in seinen Leben zu sichern. Für den Moment, denn wenn ihr Ziel erreicht ist, dann wäre sie weg. 

Ich muss gestehen, dass ich Shannon um einiges mehr mochte als Barcley. Shannon ist zwar die Erpresserin, aber Barcley ist der, der sich hinter einer Fassade versteckt und absolut FAKE ist. Er hat sich eine Mauer um sein altes ich aufgebaut, damit er besser in der Glitzerwelt der Reichen und Schönen dazu passt. Er ist überheblich, arrogant und denkt, dass Geld alles regelt. 
Wobei ich (bis auf eine Ausnahme) auch seine reichen Freunde unmöglich finde. Wenn man solche Freunde hat, braucht man keine Feinde. 

» Barcleys Worte wabern mir durch den Kopf. Was sagte er noch genau? Die Leute hier sind höflich, doch das ist was anderes, als nett zu sein. Mir wird von Tag zu Tag klarer, dass sie vor allem eines sind: falsch. Alles, was für sie zählt, ist den Schein wahren. 
[Zitat „Make me Good“ von Josie Charles; Seite 195; Print]« 

Doch wie es sich für ein gutes Buch gehört lernen die Charaktere dazu. Shannon erkennt rasch, dass sie nicht wirklich dazu passt und es auch gar nicht will. Dafür lacht sie viel zu gerne, versucht kein emotionaler Eisklotz zu sein und ist zu naiv, wenn es um die „Freundlichkeit“ der oberen Schicht geht. 
Bei Barcley brauchte ich meine Zeit, seine Fassade war mir zu viel, aber selbst er lernt dazu. Dank Shannon lernt er endlich seine Vergangenheit in seinem Leben zu akzeptieren und versucht sie nicht mehr zu verdrängen. Sein altes Leben war nicht leicht, aber es macht eben einen Teil seines Selbst aus. 

Die Botschaft 


Schön fand ich, dass es genau diese Botschaft war, die man immer wieder zwischen den Zeilen und auch darauf fand: 
Sie du selbst und verstelle dich nicht für andere. 
Es ist ein Thema, das vor allem in unserer Gesellschaft viel zu oft untergeht, denn jeder möchte etwas Besonderes sein, aber herausstechen kommt nur selten ohne Gegenwind und dazu einstehen, wer man ist, ist nicht immer leicht. 

Das Ende 


Hier kommt es wieder…das Ende. 
Ich verrate wie immer nichts nur, dass es zwar süß war, aber mich auch unzufrieden zurückgelassen hat. Es war irgendwie…so einfach. Ufff. 
Klar bin ich Team Shannon und Barcley, aber das was da am Ende lief ließ mich sauer aufstoßen…sorry. Aber da hat mein Gerechtigkeitssinn laut aufgeschrien. 

Die Schreibweise 


Locker, leicht und flüssig zu lesen. Die Sicht wechselt zwischen Shannon und Barcley hin und her, sodass man beide Charaktere besser kennen- und verstehen lernt und doch tat ich mich mit Barcley anfangs etwas schwer. Doch das Buch hat mich gut unterhalten, es machte Spaß, es zu lesen!


Alles in allem hat mir mein erstes Buch von Josie Charles gut gefallen. Ich habe gelacht mit Shannon gefiebert und miterlebt, wie beide erkennen, wer wirklich in ihnen steckt. Außerdem war die Botschaft toll! 
Von mir bekommt „Make me Good“ 4 von 5 Federn, da ich es zwar gerne las, aber das Ende mir viel zu leicht ging.


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Ich möchte mich ganz herzlich bei Mainwunder  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken!

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Meine Meinung ist trotz Rezensionsexemplar ehrlich und nicht gekauft! 

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