[Rezension] Der Ruf des Teufels

Der Ruf des Teufels

Autor: Ella Amato
Verlag: Impress
Seitenanzahl: 334 Seiten
ET: 26.04.2018
ISBN: 978-3-551-30150-5
Quelle




Die Idee fand ich so gut und der Beginn des Buches konnten mich absolut von sich überzeugen…und dann nicht mehr so.



**Wenn sich dein Herz nach der Hölle sehnt...** 
»Du bist die Blutprinzessin. Dein Blut ist es, welches Dämonen Macht verleiht.« Diese zwei Sätze stellen das Leben der 20-jährigen Judy mit einem Schlag auf den Kopf. Eben war sie noch eine Literaturstudentin aus Chicago und jetzt muss sie vor grässlichen Höllenwesen fliehen. Und damit nicht genug: Eine Prophezeiung besagt, dass Judy den Teufel höchstpersönlich ehelichen wird. Das will der Dämonenjäger Aiden um jeden Preis verhindern. Er hält rund um die Uhr an Judys Seite Wache. Gerade als es Judy einfach zu viel wird, begegnet sie dem verlockend düsteren Nathan. Nie hätte sie gedacht, dass der Teufel eine solche Anziehungskraft haben könnte... (© Impress)

Normalerweise liebe ich Bücher über Dämonen, dem Teufel und (Dämonen-)Jägern, aber dieses hier konnte mich leider nicht von sich überzeugen.
Wobei…am Anfang durchaus, aber dann wurde plötzlich alles so wirr, schnell und langwierig gleichermaßen.


Die Handlung und die Charaktere


Eigentlich geht es im Buch darum, dass Judy die Blutprinzessin ist und somit die rechtmäßige Braut des Herrschers der Hölle. Der Dämonenjäger Aiden soll alles versuchen um genau das zu verhindern, also dass der Teufel sie bekommt (oder ein anderer Dämon).
Und ich muss gestehen, dass ich Aiden einfach…unmöglich fand. Er war überheblich, von sich überzeugt ein so toller Jäger zu sein, aber in meinen Augen war er alles andere als das. Er war voreingenommen und lässt sich total von seinen Gefühlen leiten. Vieles was er tat war entweder total dämlich oder unlogisch. Da nach einer Wendung das Buch plötzlich zwischen den Sichten von Judy und Aiden hin und her switchte bekam ich viel zu viel von ihm mit und seinem Versuch Judy zu retten. Ich verstand Aiden nicht, da er mir einfach zu zweidimensional blieb.

Der Beginn des Buches gefiel mir ganz gut. Es war spannend, immerhin sah Judy Kreaturen und das schon ihr Leben lang. Erst durch Aiden erfährt sie, dass diese Wesen eben Dämonen sind und nach ihrem Blut gieren.
Judys Reaktionen waren zwar auch nicht immer gut durchdacht, aber im Vergleich zu Aiden (der ja so ein erfahrener Jäger ist) bei weitem nachvollziehbarer.
Ich hatte auch das Gefühl, dass so viele inhaltliche Themen begonnen worden waren, ohne näher darauf einzugehen. Das Aiden und Judy sich zum Beispiel von früher kennen. Wurde erwähnt, aber war aber dann scheinbar nicht mehr weiter wichtig. Für mich wäre es eine gute Erklärung gewesen, wieso Aiden so versessen auf Judy war, aber okay.
Aidens Helferin war mir auch viel zu „hilfsbereit“ und das, obwohl er meistens echt nicht nett zu ihr war.
Ach…ich mag Aiden einfach nicht. Und befürchtete, dass Judy sich schlussendlich doch gegen Nathan und für diesen Dämonenjäger entscheiden würde (ich bin auch kein richtiger Fan von Dreiecksbeziehungen, also…), aber das müsst ihr selbst herausfinden.

Nathan…der amtierende König der Hölle und mein Liebling im Buch. Er ist natürlich unglaublich heiß, stark, aber auch beschützend Judy gegenüber. Seinen Fimmel für alte Tassen fand ich richtig amüsant, aber ihn mochte ich wenigstens. Anders als eben Aiden.

Ach…ich weiß nicht. Ich hatte einfach etwas anderes von dem Buch erwartet und dann bekam ich das. Zuerst war ich begeistert, aber dann wurde alles so wirr. Ich verstand die Gefühle von Aiden nicht und hoffte einfach, dass Judy ihn zum Teufel (haha) jagen würde. Ich verstand die Dämonenjäger nicht, die sogar die unsympathischsten Personen im Buch waren und ein Teil der Handlung spielt in der Hölle!
Die Grundidee ist so gut, aber der Rest wirkte nicht ganz durchdacht.


Das Ende


Wenn ich den sanften Einstieg ins Buch mit dem rasanten Ende vergleiche sind dazwischen Welten. Das Ende war plötzlich einfach da. Es glich einer Detonation – puff – und Buch ist vorbei.
Was echt schade war, denn der finale Kampf, alles drum und dran war einfach da und ich verstehe immer noch nicht recht, wieso das alles überhaupt passiert ist (nur weil man Dämonen hasst? Wegen Judy? Warum?!). Vieles wird zwar im Laufe der Handlung zu tote Diskutiert, aber bei der Ausführung geht alles so unglaublich leicht.


Die Schreibweise


Ich las das Buch viel lieber aus der Sicht von Judy, als später dann von Aiden. Aiden war anstrengend, die Welt aus Judys Sicht zu entdecken gefiel mir. Die Schreibweise war locker und angenehm zu lesen, nur die Handlung konnte ich nicht immer ganz verständlich folgen.



Alles in allem hat mich „Der Ruf des Teufels“ leider enttäuscht. Es ist wirr und entweder passiert in der Handlung kaum etwas oder alles auf einmal. Entweder die Charaktere reden alles zu Tote oder es passiert einfach ohne Probleme. Ich blickte einfach nicht durch. Judy und Nathan fand ich ja noch sympathisch, der dritte Protagonist Aiden einfach nur unmöglich.

Von mir bekommt das Buch daher nur 2 von 5 Federn, da es mich großteils mehr verwirrt - oder im Bezug auf Aiden – genervt hat. 


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