[Rezension] Hot Sydney Rugby Players #5 – Playing for Good

Hot Sydney Rugby Players #5
Playing for Good

Autor: Amy Andrews
Verlag: BeHeartbeat
Seitenanzahl: 277 Seiten
ET: 29.06.2020
ISBN: 978-3-7325-9038-4
Quelle




Leider konnte der Klappentext nicht das halten, was er versprochen hat! Zu wenig Tiefgang, alles nur oberflächlich angekratzt.



Eleanor führt in den Augen der meisten Menschen ein langweiliges Leben. Aber sie ist zufrieden – meistens. Sie hat sich daran gewöhnt, in der Schar von Schönheiten, die ihren Bruder und seine Sydney-Smoke-Kollegen umgibt, die unscheinbare Schwester zu sein. Umso größer ist die Überraschung, als einer der Teamkollegen ihres Bruders sie auf einer Verlobungsparty anspricht. Sie. Die seltsame Schwester, die Vintage-Kleider trägt und ein Buch immer einer Party vorziehen würde.
Bodie ist schockiert, als er nach einer heißen Nacht herausfindet, dass die Frau, die ihn verführt hat, die kleine Schwester seines besten Freundes ist. Und der Schock wird noch größer, als sie zwei Monate später eine weitere Überraschung für ihn hat. Sie zeigt ihm die kalte Schulter, denn sie glaubt nicht, dass ein erfolgreicher Rugby-Spieler sich in ein Mauerblümchen wie sie verlieben kann. Und ihm wird klar, dass er kämpfen muss, wenn er sie davon überzeugen will, dass er es ernst meint. Aber er ist noch nie vor einer Herausforderung zurückgeschreckt… (© beHeartbeat)

Es ist mein mittlerweile 4. Buch der Autorin (Band 4 habe ich ausgelassen) und langsam frage ich mich, warum ich dennoch überrascht bin.
Ich habe eine Liebesgeschichte erwartet, die ich glauben konnte. Eine Liebesgeschichte über eine unsichere Frau, die sich in den besten Freund ihres Bruders verliebt. Ich habe ein Buch erwartet, wo mehr geredet wird, wo Konflikte nicht nur angedeutet, sondern auch zu lesen sind.
Und? Was habe ich bekommen?
Jedenfalls etwas anderes.


Die Handlung und die Charaktere


Das Buch beginnt mit der Verlobungsparty von Eleanors Bruder Ryder (Protagonist von Band 4) und die ersten Seiten fand ich super amüsant und war frohen Mutes, dass es so weitergeht. Allein der erste Satz hat mir schon gut gefallen:

>> Eleanor Davis hatte sich immer wie ein Gnu unter Gazellen gefühlt, aber heute Abend war sie ein Gnu in einem Schwarm von Paradiesvögeln. Am Wasserloch war Party angesagt, und um sie wimmelte es nur so von prachtvollen Tieren, die ihr Gefieder zur Schau stellten. <<
[Zitat Eleanor, „Playing for Good” von Amy Andrews; 11/186 eBook]

Eleanor ist 26 Jahre alt, liebt alte Kleider und ist immer noch Jungfrau. Etwas, was ich nicht extra erwähnen würde, wenn es sich im Buch nicht so angefühlt hätte, als ob es eine Krankheit wäre. Nach Aussage von Ryder war Eleanor bis zur Verlobungsparty wohl noch stolz darauf gewesen auf den „Richtigen“ zu warten, aber im Laufe des ersten Kapitels nervte sie die Tatsache nur noch. Sie dramatisierte und als Bodie, Ryders bester Freund und Rugby-Spieler, auf sie aufmerksam wird hat sie plötzlich einen Plan:
Sie will ihn Abschleppen.
Und dann gings irgendwie nur noch nebensächlich um die Handlung. Nach dem 1. Kapitel, wo es noch Dialoge, Handlung und das Kennenlernen der Protagonisten stattfand, gab es in den nächsten 2 Kapiteln nur noch eines:
Heißen bzw. lauten Sex.

Ich habe nichts gegen Bücher, wo solche Szenen vorkommen, immerhin greife ich mit Absicht zu diesem Genre, ABER Erotik sollte nicht der Kern der Handlung sein und das war leider hier der Fall.
Die Bettszenen (oder wo die beiden es sonst im Buch miteinander treiben) werden ausführlich beschrieben (zwar nicht alle, aber genug), aber die Handlung bleibt dafür meist auf der Strecke. Es gibt immer wieder Szenen, wo die beiden auch noch andere Dinge tun, aber im Vergleich zum Rest ist es eigentlich wenig. Das die beiden Reden wird nur im Nachhinein kurz angedeutet, dass Eleanor sich mit ihrem Bruder trifft wird erwähnt, aber nicht näher ausgeführt. Es wird einfach so wenig in die Tiefe gegangen.
Es beginnt alleine schon damit, dass Bodie diese interessante Frau auf der Verlobungsparty seines besten Freundes sieht und mit ihr redet. Er wollte sie nicht abschleppen, immerhin macht er sowas nicht mehr. Aber nach ein paar Worten – schwupps – Bettgeflüster. Und danach macht er sich erst den Kopf, dass sie ja vielleicht nur hinter seinem Geld her sein könnte…ufff.

Was kann ich über die Charaktere erzählen?
Bodie ist Rugby-Spieler, hat Geld, hat einen strengen, machtbesessenen Vater und will für seine Fehler gradestehen.
Über Eleanor kann ich auch nicht mehr sagen, außer das, was ich oben bereits geschrieben habe. Ach…und das sie in Bodies Nähe zum Sexmonster wird.

Ich fand es einfach so schade, dass das Potenzial so gar nicht ausgeschöpft worden ist. Amy Andrews hat sich nur auf die Erotik konzentriert und der Rest musste so nebenbei hergehen. Aber es gab so viel Dinge zum Aufarbeiten.
Das Bodie sich mit der Schwester seines BESTEN Freundes eingelassen hat, dass sie das dann auch noch weiterführen (mit Unterbrechung), dass Eleanor nicht den Mut hat es ihm und den Eltern gleich zu sagen. Das ihr erstes Mal nicht ohne Folgen geblieben ist.
Es gab so viel Potenzial, aber das ging bei dem ganzen Gestöhne einfach unter.

Die Charaktere wurden nur angekratzt, sie sind einfach zu oberflächlich dargestellt, um sie besser kennenlernen zu können. Selbst die Charaktere der Vorgänger werden zwar erwähnt, aber nicht näher darauf eingegangen. Vor allem Ryder hätte ein wichtiges Fundament sein können, aber selbst er wurde nicht näher beschrieben immerhin konzentrierte sich die Autorin lieber auf die Geschichte von Eleanor und Bodie und alles andere war nicht von Belang.

~*~ ACHTUNG ~*~ ACHTUNG hier kommt nun ein SPOILER ~*~ ACHTUNG ~*~
Was ich so gar nicht verstehen konnte war die Tatsache, dass Bodie Eleanor einen Heiratsantrag gemacht hat, nachdem er von ihrer Schwangerschaft erfahren hat. Ich meine – HALLO! Wir leben im 21. Jahrhundert und man muss nicht mehr verheiratet sein um ein Kind zu bekommen. Er wollte eine Blitzhochzeit, fragte sich aber 5 Minuten vorher noch, ob sie ihn nicht ausnehmen will. Man könnte auch gemeinsam ein Kind großziehen ohne Ring am Finger, aber das kam ihm (und irgendwie vergaß das Eleanor auch immer wieder) wohl nie in Sinn. Für seinen „Fehler“ einstehen ist ja schön und gut, aber eine Blitzhochzeit? Naja, ich weiß ja nicht!
~*~ ACHTUNG ~*~ Spoiler Ende ~*~ ACHTUNG ~*~


Das Ende


Puhhh…da die Charaktere ja nur angekratzt und die Handlung auch nur oberflächlich betrachtet wurde fand ich das Ende dementsprechend übertrieben und auch etwas kitschig.
Es war an Drama nicht mehr zu übertreffen und irgendwie verstand ich nicht, warum die eine Person der Buh-Mann war, wenn sich doch die andere nicht gemeldet hat. Aber gut, ich muss ja nicht alles verstehen.


Die Schreibweise


Eigentlich liest sich das Buch super schnell, wenn man nach der x-ten Erotikszene nicht schon von der Ausdauer der beiden genervt ist. WENN es einmal eine Handlung gibt, fühlt man sich im Buch wohl, aber mir war der ganze Sex einfach zu viel.
Das Buch selbst ist aus Sicht von Eleanor und Bodie geschrieben und wechseln ständig.



Tja. Was soll ich sagen, ein Buch mit viel Potenzial, was alles durch zu viel Bettgeflüster verloren gegangen war. Die Charaktere waren hohl, die Handlung oberflächlich und ohne Tiefgang. Es ist schade, so schade.
Mich würde ja der Abschluss der Reihe auch reizen, immerhin geht es da dann um die Tochter des Coach, aber wenn es wieder so ohne Tiefe ist, wird es wieder nur eine Augenverdreh-Partie meiner Seite werden. Auf der anderen Seite haben mir die ersten drei Bände doch auch gefallen.

Band 5 also die Geschichte von Eleanor und Bodie war nicht so mein Fall, daher kann ich „Playing for Good“ nur 2 von 5 Federn geben. Es gab Szenen die mochte ich gerne, aber vieles war einfach zu viel oder dann dementsprechend zu wenig. Echt schade! 



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Ich möchte mich ganz herzlich bei NetGalley und beHeartbeat für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar bedanken!

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Meine Meinung ist trotz Rezensionsexemplar ehrlich und nicht gekauft! 

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