[Rezension] Königselfen #1: SnowFyre - Elfe aus Eis

Königselfen #1
SnowFyre - Elfe aus Eis

Autor: Amy Erin Thyndal
Verlag: Impress (früher Dark Diamonds)
Seitenanzahl: 370 Seiten
ET: 25.11.2016
978-3-646-60297-5
Quelle




Wunderschönes Cover. Vielversprechende Geschichte. So ganz 100% konnte es mich zwar nicht überzeugen, aber das Lesen hat dennoch großen Spaß gemacht! 

**Wie Feuer und Eis**
Schnee, Frost und Eis – das ist die Welt der gefühlskalten Winterelfe Fyre. Schon lange hat sie die Wärme sowohl aus den Korridoren des Winterhofes als auch aus ihrem Herzen verbannt. Doch nun ist sie gezwungen, die nächsten Wochen am Hof des Sommerkönigs zu verbringen und in dessen unerträglicher Hitze den Frühling herbeizuführen. Und das auch noch mit Ciel, dem Prinzen des Sommerhofes, der es einst geschafft hat, ihr Herz zum Schmelzen zu bringen. Aber das wird ihm dieses Mal nicht gelingen. Dieses Mal wird sie ihr Herz vor den Verbrennungen schützen, die er hinterlassen hat… (© Impress/früher Dark Diamonds)


Ach...ich weiß noch, als das Buch 2016 unter den sechs ersten Dark-Diamonds-Titeln war. Es klang gut, aber so richtig interessiert hat es mich nicht. 4 Jahre später ist es nun anders. Ich musste mir Anfang des Jahres einfach die komplette Trilogie holen. Spontan griff ich danach...
Und?
Ich hab mich gut unterhalten gefühlt! 370 Seiten in 2 Tagen (und es waren normale Arbeitstage), das kann sich sehen lassen!


Die Handlung und die Charaktere


Es ist eine Liebesgeschichte, die aber einen 2. Erzählstrang eingewoben hat.
Hauptsächlich dreht sich alles um die kaltherzige Fyre, die vor 7 Jahren ihre Eltern und durch einen Verrat ihre Liebe verloren hat, sodass sie zur gefühlskalten Winterelfe geworden ist.
Eigentlich mochte ich Fyre. Vor allem an Anfang war sie so herrlich zynisch. Kleiner Beweis?

» Crystal war keine winterliche, eisige Winterkönigin, wie sie im Buche steht, fürchte ich. Meine Schwester ist viel zu nachsichtig, gutmütig, verantwortungsbewusst, und wäre das nicht mit unangenehmen Nebeneffekten verbunden gewesen, hätte ich sie längst umgebracht und ihren Platz eingenommen. «
[Zitat Fyre, „Königselfen 1: SnowFyre – Elfe aus Eis“ von Amy Erin Thyndal; Seite 10/324 eBook]

Charmant, oder?
Aber eigentlich ist Fyre nur eine gebrochene, junge Frau, die in kurzer Zeit Eltern und Liebe verloren hat und mit diesem Verlust nicht umgehen konnte. Ich verstand sie eigentlich ziemlich gut. Auch wenn mich ihr ständiges: „Ich darf keine Gefühle zeigen, sonst ist mein Ruf ruiniert“-Gejammere etwas genervt hat.
Aber im Grunde ist sie ganz okay. Das zeigt sie auch, als sie Luna in der Menschenwelt kennenlernt. Luna ist eine Fee und vermutlich die letzte ihrer Art. Fyre ist nett zu ihr, auch wenn sie sich zu Beginn gegenseitig etwas ausnutzen, um an Informationen zu kommen. Trotzdem entsteht zwischen den beiden eine Freundschaft. Luna ist übrigens der 2. Handlungsstrang. Sie und ihre zwei Tanten.

Aber natürlich gibt es auch einen männlichen Protagonisten:
Ciel!
Sommerelfe und der Herzensbrecher von Fyre.
Oder? Moment!
Warum behauptet Ciel, dass Fyre ihm vor 7 Jahren das Herz gebrochen hat?
Ihr erratet schon? Drama pur! Es ist eine Geschichte, die die Kraft aus einem Missverständnis zieht und doch kann ich Fyres widerwille verstehen, Ciel zur Rede zur stellen. Immerhin hat er sie schon einmal sehr verletzt. Noch einmal würde ihr Herz nicht überleben (und außerdem ist Schwäche zeigen für sie tabu).

Es gab aber etwas, was mich sehr gestört hat. Fyre, Crystal, Ciel und Soleil (Ciels Zwilling) sind alle 20 Jahre alt. Vor 7 Jahre starben deren Eltern. Ergo: Crystal und Soleil wurden mit 13 Jahre König und Königin. Fyre wurde mit 13 zum Eisklotz.
Für das, dass Elfen bis zu 900 Jahre alt werden fand ich das einfach nicht passend. Hätte man sie wenigstens 5 Jahre älter gemacht würde mir alles viel...sagen wir glaubhafter vorkommen. Mit 13 solch eine Verantwortung zu haben bzw. in Fyres Fall zum heißblütigen Vamp zu mutieren? Eher unglaubwürdig (jedenfalls war ich mit 13 komplett anders).

Außerdem muss ich gestehen, dass ich die Szenen, die unglaublich spannend hätte sein sollen, etwas zusammengewürfelt fand. Eine Leibgarde, die nicht mit einer einzelnen Person klar kommt? Könige, die sich mitten ins Gefecht stürzen, ohne darüber nachzudenken, was passieren könnte?
Mir ging vieles einfach zu leicht. Zuerst schien alles unüberwindbar und plötzlich war alles möglich.

Oh man...das hört sich so negativ an. ABER so empfand ich das Buch nicht. Klar, manches Geplapper oder Geschwärme a lá „er/sie sieht so unglaublich gut aus“ war nervig. Oder wenn jemand in einer brenzligen Situation sitzt und plötzlich denkt: „Wow, was für ein Elf“ war auch nicht das wahre – irgendwie hat man da sicher andere Sorgen.
Doch das Buch konnte mich gut unterhalten. Ich habe es immerhin in 2 Tagen ausgelesen. Es gefiel mir. Ich fühlte mich wohl darin und auch wenn mir nicht alles zugesagt hat, heißt es nicht, dass es nicht lesenswert ist.


Die Schreibweise


Ich mochte die Schreibweise. Sie war locker, leicht und angenehm zu lesen. Einmal begonnen, rasten die Seiten nur so dahin.
Das Buch selbst ist aus der Sicht von 4 Personen geschrieben:
Fyre, Ciel, Luna und am Ende noch von einer weiteren Person.

Ich fand die Wechsel gut, die gaben dem ganzen eine gewisse Spannung. Außerdem konnte man so die Charaktere besser einschätzen.


Auch wenn ich oben einige Kritikpunkte genannt habe, ich hatte großen Spaß beim Lesen. Es ist nicht perfekt, aber für ein Debut gut gelungen. Ich habe groß Lust bekommen schnell zu den anderen beiden Bänden zu greifen! Ich möchte wissen, wie Crystal und Soleil zu ihren Erwählten finden werden!
Von mir bekommt „SnowFyre – Elfe aus Eis“ jedenfalls 3,5 von 5 Federn



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