[Rezension] 16 Küsse und ein Schleier

16 Küsse und ein Schleier 

Autor: Hellen May
Verlag: Self Publisher
Seitenanzahl: 264 Seiten
ET: 26.05.2019
ISBN-13: 978-1097452415
Quelle



Nette Liebesgeschichte für Zwischendurch auch wenn bei mir der Funken nie ganz übergesprungen ist! 

Jennifer
Zuerst lese ich nur seinen Namen, Finn Messinger, und bin unsicher, ob er es tatsächlich ist. Dann steht er leibhaftig vor mir, und alles, was ich herausbekomme, ist: „Hallo.“

Finn
Mit allem habe ich gerechnet, als ich die Geschäftsführung im Hamburger Office übernehme, aber nicht mit ihr: Jennifer Geist. Perplex, ihr gegenüberzustehen, sieze ich sie und sage zu ihr: „Hallo, Miss Geist.“
Von jetzt auf gleich ist die Vergangenheit zurück. Nicht nur Bilder, sondern auch Gefühle, die Finn doch so tief vergraben hat und die Jennifer jetzt gar nicht gebrauchen kann. (© Hellen May)


Ich habe mich echt auf das Buch gefreut! Es klang nach lockerer und leichter Lektüre zum Abschalten und zum Vergessen des Alltages. Es war ja auch locker und leicht, aber meine Sympathie des männlichen Protagonisten gegenüber ließ laaaange auf sich warten.
Also stelle ich mir die Frage:
Was ist in letzter Zeit mit mir los? Erst vor ein paar Wochen fand ich einen männlichen Protagonisten einfach nur unmöglich und hier ist der nächste. Wobei...so schlimm ist Finn auch nicht, aber Sympathie kam auch nur ab und an bei ihm auf.


Die Handlung und die Charaktere


Zwei Menschen mit einer gemeinsamen Vergangenheit sehen sich nach 15 Jahren überraschend wieder.
Er ist plötzlich ihr Boss und sie seine Angestellte. Die Vergangenheit der beiden war kurz und intensiv und doch scheint sich alles verändert zu haben, oder?

Ich mochte die Idee – sehr! Nur irgendwie ist der Funken bei mir nicht ganz übergesprungen. Vielleicht lag es an den (vor allem am Anfang) vielen und schnellen Sichtenwechsel der beiden. Die „beiden“ sind übrigens Jennifer – Jenny und Finn. Angestellte und Chef oder eben auch ehemalige Schulkameraden. Insgesamt hat das Buch 5 Kapitel, aber in den Kapiteln springt man mehrfach zwischen den Zeiten bzw. der Sichten von Jenny und Finn hin und her.

Hellen May hat Jenny als warmherzig und loyal beschrieben. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und füge den Adjektiv naiv hinzu. Warum? Das was sie und Finn miteinander verbindet ist kurz, und intensiv, aber so, wie sie sich verhält kann ich nicht anders denken. Und danach macht sie noch mehr Mist und das ist wohl dann nicht mehr naiv, sondern einfach nur blind (oder dumm). Ich musste bei dem, was sie ihren besten Freund antat echt schlucken. Ein Wunder, dass er immer noch zu ihr steht, also ich weiß nicht ob ich das gekonnt hätte. Jenny ist intelligent, aber wenn es um Gefühle geht, steht sie scheinbar ziemlich auf der Leitung. Leider müssen es dann andere ausbaden.

Finn war für mich auch nicht gerade der Traummann in glänzender Rüstung. Mal davon abgesehen, dass er einen echt fragwürdigen Geschmack bei Frauen hat. Klar, es gibt genug Verrückte da draußen, aber das er als Magnet für solche agiert fand ich nicht amüsant, sondern verleitete mich eher zum Kopfschütteln. Schade, auch wenn ich verstehe warum Hellen May diese Charaktere eingebaut hat, mein Geschmack traf es da leider nicht.
Ansonsten würde ich Finn als berechnend, zielstrebig und kalt beschreiben. Er bessert sich, aber selbst am Schluss konnte ich nicht ganz verstehen, warum Jenny so hin und weg von ihm war. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden ;P.

Besonders gelungen fand ich wie der Titel zu Stande gekommen ist. Die Hochzeitsszene mochte ich sehr, auch wenn ich keinen Plan habe ob das erwähnte Spiel tatsächlich so Tradition ist oder extra von Hellen May dazu gemacht worden ist.

Erwähnung müssen noch Annika, Maik, Kathrin und Tim finden. Annika ist ein echter Herzensmensch, Kathrin und Maik sind Jennys beste Freunde und das schon seit ihrer Jugend und Tim hat unsere liebe Jenny erst vor kurzem kennengelernt, aber ihn mochte ich echt sehr. Er ist aber auch total lieb!


Die Schreibweise


Ich muss gestehen, dass ich das ständige hin und her der Sichten und Zeitsprünge etwas anstrengend fand. Gegen Ende wurde es besser, da die Zeit wenigstens gleich blieb (Jahr 2009) und die beiden Protagonisten Jenny und Finn nicht mehr nach nur wenigen Seiten gleich wieder wechselten.
Vor allem die ersten zwei Kapitel waren mit den Zeitsprüngen zu Jenny 1994 zu Jenny 2009 weiter zu Finn 2009 und Finn 1994 usw. etwas anstrengend.

Die Schreibweise selbst war leicht, aber teilweise extrem detailliert. Manchmal hatte ich das Gefühl das die Protas viel zu genau auf ihre Umgebung achteten oder in ihre Gedanken versanken. Normalerweise mag ich so etwas total, aber da bei mir der Funken nicht ganz übergesprungen ist, fühlte es sich nicht so gut an, wie sonst. 

Ich freute mich echt auf die Geschichte, da sie echt süß klang. Zwei Menschen treffen sich nach Jahren wieder und die Gefühle scheinen zueinander nie weggewesen zu sein. Hach...
Aber Finn machte es mir so extrem schwer und am Ende sogar Jenny, denn was da noch rauskam ließen sie ein paar Sympathiepunkte verlieren. Das Buch war nett und unterhaltsam, aber so ganz ist der Funken bei mir leider nie übergesprungen. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass es mich aus den Socken gehauen hat, aber so war das nicht. Ich las es gerne, aber alleine bei Finn war ich oft nur genervt, egal ob es nun der Finn von 1994 war oder der von 2009.
Von mir bekommt „16 Küsse und ein Schleier“ daher 3,5 von 5 Federn! Es ist eine leichte Liebesgeschichte für zwischendurch und auch wenn bei mir nicht ganz der Funken übergesprungen ist, vielen wird es sicher gefallen! 



Ich möchte mich ganz herzlich bei Mainwunder und Hellen May für die Bereitstellung für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken! 

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Meine Meinung ist trotz Rezensionsexemplar ehrlich und nicht gekauft! 

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