[Rezension] Sun & Moon - Königslicht

Sun & Moon
Königslicht

Autor: Anie To
Verlag: Carlsen Impress
Seitenanzahl: 344
ET: 05.12.2018
ISBN: 978-3-646-60469-6
Quelle






Ein wunderschönes Cover, ein interessanter Klappentext, nur leider hält das Buch so gar nicht, was es verspricht. Verschenktes Potenzial! So Schade! 

**Wenn Sonne und Mond aufeinandertreffen…** 
Als die Highschool-Schülerin Lucia ihren Vater eines Nachts auf eine mysteriöse Beerdigung begleiten muss, scheint nur sie die Ereignisse um sich herum als seltsam zu empfinden. Raben, deren tiefschwarze Federn mit der Nacht verschmelzen, beobachten die Zeremonie und der intensive Blick eines Jungen, der sie aus tiefgrünen Augen anstarrt, kommt Lucia fast surreal vor. Doch als dieser kurz darauf in ihrem Zuhause auftaucht, ist ihr die von ihm ausgehende Gefahr deutlich bewusst. Schnell wird klar: Der Eindringling weiß mehr über sie und ihre Familie als sie selbst. Entschlossen sich nicht von seiner Anziehungskraft ablenken zu lassen, setzt sie alles daran, mehr über die mysteriösen Vorfälle zu erfahren, nicht ahnend, dass das Schicksal einer ganzen Welt auf ihren Schultern ruht…  (© Carlsen Impress)

Dieses Cover. Dieser Klappentext. Ich war neugierig.
Das erste Kapitel las sich dann auch super gut. Und dann...nun. Dann ging es spannungstechnisch rasend bergab. Leider.


Die Handlung und die Charaktere


Ich fühlte mich verwirrt. Immer noch, obwohl ich das Buch beendet habe.
Die Handlung war teilweise extrem wirr und das Ende ohne Spannungshöhepunkt. Es plätschert einfach alles so dahin. Einzig die Hoffnung, dass irgendwann der Fantasieteil im Buch einen größeren Anteil bekommt hat mich dazu veranlasst das Buch schnell weiterzulesen. Nachdem ich es im Dezember begonnen und fast 3 Monate pausiert hatte.

Es beginnt jedenfalls schon mit der wirren Handlung, die darstellen will, dass Lou irgendetwas Wichtiges aus ihrer Vergangenheit vergessen hat. Die zeigen will, wie Lou nach und nach etwas entdeckt. Die Umsetzung war aber – in meinen Augen – nicht so glücklich getroffen. Viel Teenie-Drama um Beliebtheit, falsche Freunde und den Wunsch Prom Queen zu werden.

Die Charaktere konnten mich auch nicht gerade überzeugen. Allen voran Lou.
Um Lucia – Lou – zu beschreiben fallen mir leider nicht gerade die besten Adjektive ein. Sie ist oberflächlich, egoistisch, undankbar und nicht gerade eine gute Freundin. Aber wehe einer ihrer Freunde tut mal nicht das, was sie will. Dann gibt es stress, immerhin müssen alle nach ihrer Pfeife tanzen. (Bitte einmal Augenverdrehen einsetzen).
Man sieht, dass ich von Lucia mehr als nur genervt war.
Ich wurde mit ihr einfach nicht warm. Ich habe es versucht, aber sie ist einfach so unglaublich unsympathisch und eingebildet.
Beliebt sein, Prom Queen werden und jemanden nur daten, weil man die Macht genießt, denjenigen so zu verändern, dass er in die Clique passt. Brr. Schon nach wenigen Kapiteln war ich von ihr sehr genervt, aber viel hat sich Lou im Laufe des Buches nicht geändert.

Gut, es gibt auch Situationen, wo sie mir leidgetan hat, auch wenn ich nicht immer ganz schlau daraus geworden bin. Wie die Polizei sie behandelt, was Kian ihr schließlich antut, das sie im Jugendgefängnis gelandet ist. Es wird so viel angedeutet, aber so wenig erklärt.
Die oben angeführten Teenie-Drama Themen werden dafür immer wieder erwähnt.

Nun ja. Lou ist also nicht gerade sympathisch und keine gute Freundin. Auch wenn sie es wohl anders sieht. Ihr Verhalten vor allem ihren Freunden, ihrer Nanny, ihren Mitschülern oder ihrem (Ex)Freund gegenüber ist einfach unmöglich. Und da behauptet sie nach einer Weile, dass sie ein Opfer ist. Sie tat mir ja sooo leid. Nicht.

Meine Begeisterung ist leider so gar nicht mehr vorhanden. Bei dem Klappentext und dem Cover versprach ich mir Mysteriöses, Geheimnisse und kein aufgebauschtes Teenie-Drama.

Es tut mir wirklich leid, aber mich konnte das Buch nicht überzeugen. Die Handlung war großteils nur ein dahinplätschert, ein Spannungsbogen kaum vorhanden und beim Ende fehlt der Spannungshöhepunkt auch komplett. Aber Schade für die interessante Idee, aber das Potenzial wurde nur angekratzt und nicht genutzt.


Die Schreibweise


Auch der Schreibstil konnte das Ruder leicht nicht rumreißen. Er ist locker, leicht, wird aber durch ein ein paar extrem bemühten Wörtern einfach nur steif und stockend.

» Diese eigenartige Ambivalenz, die ich in Bezug auf Kian hatte, stellte ich auch in Bezug auf mich selbst fest. Einerseits war ich stolz wie ein Pfau und andererseits total unsicher. Es war eigenartig. «
[Zitat, „Sun & Moon - Königslicht“ von Anie To; Seite 52/294 eBook]


Zudem ist das Buch in aus der Sicht von Lou geschrieben und jeder weiß wohl wie es ist, wenn man die Sicht einer Protagonistin liest, die man nicht gut findet.

Das Buch hat so viel Potenzial, aber durch wirre Handlungen, oberflächliche Teenie-Probleme und einer sehr unsympathischen Protagonistin quälte ich mich mehr durch das Buch, als ich das Lesen genoss. „Sun & Moon – Königslicht“ konnte mich so gar nicht von sich überzeugen, einzig die Idee und das erste Kapitel fesselten mich genug, dass ich es doch beendet habe. Von mir bekommt das Buch von Anie To nur 1,5 von 5 Federn. Leider für mich der Flop des Monats! 



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Ich möchte mich ganz herzlich bei Carlsen Impress und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken!

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Dieser Beitrag muss aufgrund der Verlinkungen als *Werbung* deklariert werden!
Achtung unentgeltliche WERBUNG! 
Meine Meinung ist trotz Rezensionsexemplar ehrlich und nicht gekauft! 

2 Kommentare:

  1. Hallo Tiana,

    ohweh, das Buch war ja dann mal ein totaler Fehlgriff :-( Da kam ja einiges zusammen, was nicht gepasst hat. Hut ab, dass du das Buch überhaupt zu Ende gelesen hast!

    Liebe Grüße
    Desiree

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    1. Hallo Desiree,

      ja leider, aber ich habe bis zum Ende gehofft, dass es sich noch ändert. Kann man nichts machen. Auch Fehlgriffe gehören zum Leserleben dazu.

      Lg. Ti(a)na

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