[Rezension] Die Grimm Chroniken #10 - Der schwarze Spiegel

Die Grimm Chroniken #10
Der schwarze Spiegel 

Autor: Maya Sheperd
Verlag: Sternensand Verlag
Seitenanzahl: 318 Seiten
ET: 01.02.2019
ISBN-13: 978-3038960270
Quelle



Ach du meine Güte! Ich...ich bin sprachlos. Einerseits habe ich sowas vermutet, aber es endlich bestätigt zu wissen! Maya, du bringst mich noch ins Grab! Diese Spannung, diese Verwirrung...nicht zum Aushalten *Schnappatmung*!

Wer oder was ist böse? Die Antwort liefert die Jubiläumsfolge der ›Grimm-Chroniken‹ und enthüllt dabei eines der größten Geheimnisse der kompletten Serie.

Dieser Spiegel war anders als alle, die ich bisher erblickt hatte. Ein verschnörkelter Rahmen aus Ebenholz rahmte das schwarze Glas in seiner Mitte ein. Er zeigte mich nicht als die gebrechliche Frau, die ich heute war, sondern als jene Apfelprinzessin, die voller Zuversicht und Träume in ihre Zukunft geblickt hatte.

»Ist es nicht erstaunlich, dass das eigene Spiegelbild einem ganz anders erscheint als das, was andere Menschen von einem wahrnehmen? Niemand ist in der Lage, sich selbst so zu sehen, wie er ist. Wenn ich meine eigene Dunkelheit nicht erfassen kann, ist es dann möglich, dass das Böse längst Besitz von mir ergriffen hat?« (© Sternensand Verlag)



Oh ja! Der Klappentext hat nicht gelogen! Es wird etwas Fulminates enthüllt! Etwas, dass mich zuerst fassungslos den Kopf schütteln ließ, dann Grinste ich kurz wie ne Wahnsinnige, weil ich zufrieden war, dass ich so etwas ähnliches vermutete habe und zu guter Letzt war ich fassungslos, dass man das ALLES einem Chara antun konnte.
Ich weiß im Moment nicht, ob ich Maya als Genie feiern oder als Verrückte fürchten sollte. Auf SOWAS muss man erst mal kommen!


Die Handlung und die Charaktere


Die Jubiläumsfolge ist etwas ganz Besonderes, da es den Umfang eines ganzen Buches hat, also über 300 Seiten! Für das, dass es – im Vergleich zu den anderen Folgen – ein richtiger Schmöker ist, liest man hauptsächlich aus der Sicht von Mary, also 1803-1804.
Margery bzw. Will kommen zwar auch kurz vor, aber die Haupterzählzeit befindet sich rund um 1803.
Was nicht schlecht ist, so erfährt man immerhin eine Menge über Mary und ihre Vergangenheit!

» Es gab kein Wort, das beschreiben konnte, wie entsetzlich grausam die Königin war. Monster traf es vermutlich am ehesten. «
[Zitat Margery „Grimm Chroniken #10 – Der schwarze Spiegel“ von Maya Sheperd; Seite 12/202]

In den letzten 10 Folgen versucht man als Leser herauszufinden, wie Mary, die Apfelprinzessin, zu der Bösen Königin wurde. Wie eine naive, junge Frau zu einem kaltblutigen Monster werden konnte. Mary war immer bereit das Gute in ALLEM zu sehen! Wie kann sich so eine Person so sehr verändern? Wie war so was möglich? Jetzt weiß ich es und auch wenn ich es so etwas Ähnliches bereits vermutete habe, hat mich diese Enthüllung dennoch völlig überrumpelt.

» Sein Verhalten der letzten Jahre ergab plötzlich Sinn. Er hatte sich derart schuldig gefühlt, dass er nicht in meiner Nähe hatte sein können. Die ganze Zeit hatte er die Last allein getragen, weil ich zu schwach gewesen war, um sie auszuhalten. «
[Zitat „Grimm Chroniken #10 – Der schwarze Spiegel“ von Maya Sheperd; Seite 135/202]

Ein großes Pro, was die Folge 10 noch hat, ist, dass Dorian ein Kapitel zugestanden wird. Endlich erfährt man, was im Turm der Erdenmutter geschehen ist. Warum die Jahre der Einsamkeit überhaupt entstanden sind. Endlich verstehe ich Dorian! Ein kleiner Teil von mir gab ihm immer die Schuld, dass aus Mary die böse Königin geworden ist. Endlich habe ich Klarheit! Endlich kenne ich die Wahrheit! Und leider weiß ich, wie es in diesem Teil der Geschichte enden wird!

Maya Sheperd fügt eine neue Protagonistin in die Handlung ein. Eine, die mich beim Atmen stocken ließ! Und ich weiß mit ziemlicher Sicherheit, dass sie noch öfter ihren Auftritt bekommt. Das wird noch sehr blutig.

 » Blaubart sah sich zum ersten Mal einem Geschöpf gegenüber, welches unfähig war, etwas zu empfinden. Gefühle waren seit jeher eine Schwäche der Menschen. Sie trieben sie zu unüberlegten Handlungen, doch ein Mensch ohne Gewissen war eine noch viel größere Gefahr. «
[Zitat „Grimm Chroniken #10 – Der schwarze Spiegel“ von Maya Sheperd; Seite 186/202]

Ach...und wie ihr seht, hat Blaubart wieder einen Auftritt. Ich muss gestehen, nach dem Kapitel mit ihm finde ich ihn gar nicht mehr so schlimm. Es gibt bei weitem schlimmere. Außerdem hat er einen Plan...denke ich. Und es geht wieder los: Die Mutmaßungen sprießen hervor und ich fühle mich verwirrter als je zuvor! Wie schafft Maya das jedes Mal wieder?!


Die Schreibweise


Flüssig, mitreißend und absolut fesselnd! Die Sichten wechseln, auch wenn die meiste Zeit Mary zu Wort kommt, auch andere Charaktere bekommen die Chance ihre Geschichte und Gedanken preiszugeben und die einen sind brutaler als andere.

Die Schreibweise ist dazu so wunderbar wortgewandt, dass ich keine Probleme hatte das gelesene im Kopfkino abzuspielen. Vor dem Schlafengehen sollte man das Buch wohl eher nicht lesen, wenn man nicht von Blut und Qualen lesen will (nur so als Tipp ;P).


Maya hat das Talent, dass sie zwar eine riesige Bombe platzen lassen kann, aber gleichzeitig entstehen durch diese Enthüllung so viele neue Vermutungen, dass man sich als Leser nicht viel Schlauer als zuvor fühlt. Ich kann zwar jetzt sagen, dass ich etwas mehr weiß, als die Folgen zuvor, aber ich kann noch nicht den Finger darauf legen und sagen:
Das ist also der Plan...denn den habe ich noch nicht.

Die 10. Folge der „Grimm Chroniken“ schockierend, faszinieren und enthüllen etwas Monumentales. Das Geheimnis um Mary wurde aufgedeckt, aber die Geschichte ist damit noch lange nicht fertig erzählt!
„Der schwarze Spiegel“ bekommt von mir 5 von 5 Federn! Ich würde mehr hergeben, wenn ich könnte, denn das war bis jetzt mit Abstand STÄRKSTE Folge von allem! 




Ich möchte mich ganz herzlich bei Maya Sheperd für die Bereitstellung des Vorab-Leseexemplares bedanken!

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Dieser Beitrag muss aufgrund der Verlinkungen als *Werbung* deklariert werden!
Achtung unentgeltliche WERBUNG! 
Meine Meinung ist trotz Rezensionsexemplar ehrlich und nicht gekauft! 

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