[Rezension] Firefly - Glühwürmchennächte




Firefly
Glühwürmchennächte

Autor: Julia Dibbern
Verlag: Ink Rebels
Seitenanzahl: 270 Seiten
ET: 11.10.2018
ASIN: B07HCJB5P3
Quelle



„Firefly“ handelt über ein Mädchen, welches viel zu viel Druck von allen Seiten bekommt und durch die Natur erkennt, wer sie wirklich sein will. Gefühlvoll, realistisch und mit Gänsehaut-Momenten!

»Hast du das getan?«
»Traust du es mir zu?«
Lia steht kurz vor dem Abitur, und ihr Leben scheint perfekt. Dass darin etwas fehlt, ahnt sie erst, als sie den introvertierten Silvan kennenlernt. Mit ihm zieht sie durch das Waldgebiet in der Nähe der Stadt, sieht Glühwürmchen tanzen und lernt, was Freiheit bedeutet. Doch Silvan hat ein düsteres Geheimnis, und plötzlich weiß Lia nicht mehr, was sie glauben soll. (© Ink Rebels)


Es ist kein Geheimnis, dass ich ein riesiger „Ink Rebels“ Fan bin. Diese Bücher sind der Innbegriff von besonderen Geschichten mit viel Herz und tollen Aussagen.
Auch bei diesem Buch habe ich mit der gleichen Erwartungshaltung zum Lesen begonnen...und...wurde nicht ganz warm mit der Geschichte.


Die Handlung und die Charaktere


Lia Franziska von Goldbeck lebt in einer angesehen Familie und als älteste Tochter muss sie diese auch repräsentieren. Gepaart mit Schulstress, den Versuch ihre Freunde nicht zu vernachlässigen und vor allem Zeit mit ihrem Freund zu verbringen, scheint Lias Leben mehr als Stress als aus Freude zu bestehen. Zudem steht sie durch ihren Vater, der nur die besten Noten von Lia erwartet, extrem unter Druck.

» Immer wieder nahm ich mir vor, mir selbst nicht so einen Druck zu machen – es gelang mir nicht. Wenn ich wusste, dass ich gut sein konnte, dann wollte ich auch gute Ergebnisse abliefern. Abgesehen davon wären meine Eltern von allem anderen enttäuscht. «
[Zitat; „Firefly – Glühwürmchennächte“ von Julia Dibbern; Seite 7/221 eBook]

Von Anfang an fühlte ich mich in Lias Erzählweise wohl, immerhin konnte ich ihren Druck gut nachvollziehen. Sie wollte perfekt sein, wobei das ja praktisch nicht möglich ist. Lia muss von sich aus erkennen, wo ihr Weg liegt und das der Wunsch ihrer Eltern und Freunde nicht der ihre ist.
Die Message fand ich wirklich toll. Entdecke deinen eigenen Weg. Lass dich nicht zu sehr von deiner Umgebung unter Druck setzen.
Sei du selbst!
Aber um ehrlich zu sein, konnte mich die Liebesgeschichte nicht so fesseln wie gehofft bzw. gedacht.

Silvan ist...ein Wildfang. Kann man das so sagen? Er liebt die Natur, hasst es in Räumen eingesperrt zu sein und ist sehr in sich gekehrt. Silvan ist weder good noch bad boy. Er ist einfach er selbst.
Doch leider konnte ich viele seiner Handlungen einfach nicht verstehen. Ein bestimmter Kuss zum Beispiel oder das mit der Hütte (was auch ziemlich in die Hose hätte gehen können).
Silvan ist an sich eine tolle Person, immerhin hilft er Lia mehr sie selbst zu sein, aber so ganz 100% überzeugen konnte er mich nicht.

» Vielleicht hätte ich den Jungen aus dem Wald vergessen, mein Herz wäre nicht verwundet und zerbrochen worden, und alles wäre einfach so weitergegangen wie immer. Aber vielleicht hätte ich dann nie gelernt, was Freiheit heißt, trotz allem.«
[Zitat; „Firefly – Glühwürmchennächte“ von Julia Dibbern; Seite 15/221 eBook]

Ich las das Buch großteils echt gerne, aber es hatte leider auch seine Längen. Das Hin und Her zwischen Lia und ihrer Clique. Die Unverständnis meinerseits warum nicht involvierte Cliquenmitglieder plötzlich so komisch zu Lia waren (empfand ich jedenfalls so). Lias Wechselbad der Gefühle.
Ja, das was Lia über Silvan herausgefunden hat war echt schlimm, aber in diesen Szenen war Lia für mich nicht ganz zu ertragen. Zuerst glaubt sie es nicht und dann steigert sie sich so sehr rein, dass sie um sich herum eine Mauer erbaut. Lia ist Pubertär und versucht ihren Weg im Leben zu finden, aber das war eine Handlung, die ich nicht nachvollziehen konnte. Und mir leider etwas die Freude am Lesen nahm.


Die Schreibweise



Ich fand die Schreibweise sehr angenehm. Der Tonfall war locker und es wurden ohne Probleme Emotionen transportiert. Einzig Lias Hysterie gegen Ende des Buches (Ja, ich weiß, dass das Thema sehr ERNST war, aber ich verstand Lia hier trotzdem nicht) machte es mir etwas Schwer flüssig weiterzulesen.
„Glühwürmchennächte“ punktet mit vielen tollen, Gänsehaut Momenten, aber so ganz 100% überzeugen konnte es mich nicht.
Es ist mein erstes Buch von Julia Dibbern und sicher nicht das letzte. Ich fand die Thematik toll, die Charaktere interessant, aber das ganze Hin und Her war nicht ganz meins. Ja, ich verstehe die Ernsthaftigkeit der erwähnten Thematik, aber so ganz 100%ig nachvollziehen kann ich Lias Gedankengänge jedenfalls nicht.
Das Buch ist voller Emotionen, tollen Aussagen und starken Charakteren, aber es konnte mich nicht ganz so mitreißen, wie ich es von einem Ink Rebel-Buch erwartet habe.
Von mir bekommt „Firefly – Glühwürmchennächte“ jedenfalls 3,5 von 5 Federn.

Ein lesenswertes Inky mit Höhen unt Tiefen! 




Ich möchte mich ganz herzlich bei Julia Dibbern und Ink Rebels für die Bereitstellung des Leseexemplares bedanken!

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Meine Meinung ist trotz Rezensionsexemplar ehrlich und nicht gekauft! 

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