[Rezension] Satans Versprechen

Satans Versprechen

Autor: Jennifer J. Grimm
Verlag: Dark Diamonds
Seitenanzahl: 300 Seiten
ET: 30.08.2018
ISBN: 978-3-646-30143-4
Quelle








Gute Unterhaltung für zwischendurch, auch wenn es mich nicht gänzlich überzeugen konnte!

**Wenn du dich der Dunkelheit nicht entziehen willst…**  Um das Leben ihrer Schwester zu retten, würde Alexis alles tun. Sogar ein schwarzmagisches Ritual durchführen, an dessen Wirkung sie noch nicht einmal glaubt. Doch statt ihre Schwester zu heilen, ruft sie mit dem Zauber versehentlich Satan herbei. Und als dieser ihr einen Pakt anbietet, kann sie nicht widerstehen. Sie weiß nicht, dass sein Versprechen sie in einen Kampf um die Herrschaft der Hölle verwickelt. Was sie aber weiß, ist, dass der attraktive Höllenfürst etwas ihn ihr auslöst, dem sie sich nur schwer verwehren kann… (© Dark Diamonds)

Typisch nach dem Motto:
Ich kam, sah und war neugierig! Cover gefiel mir auf Anhieb, der Klappentext sprach an und die Leseprobe überzeugte mich schlussendlich komplett zu dem Buch zu greifen!


Die Handlung und die Charaktere


Es gibt manche Bücher mit gewissen Themen, wo ich einfach nicht vorbei komme. Bücher über den Teufel zum Beispiel oder wie hier genannt Satan. Obwohl ich den Namen „Satan“ viel zu negativ behaftet finde, hat mich die Neugierde auf das Buch gepackt, sodass ich ziemlich schnell danach gegriffen habe.

Als Leser wird man sofort in die Handlung geworfen mit der das Unglück (?) beginnt: Alexis führt das Ritual aus. Dass dabei etwas schiefgeht bemerkt sie spätestens, als sie vor dem Höllenfürst höchstpersönlich steht und er ihr einen Deal anbietet.
Er würde ihre Schwester heilen, wenn…
Tja, das wenn hat mich besonders interessiert auch wenn es mich noch brennender interessiert hätte, wie Alexis überhaupt zu dem wenn gekommen ist.

Alexis ist das schwarze Schaf der Familie. In ihrem Leben lief bereits so einiges schief, was mitunter an ihren männlichen Bezugspersonen liegt. Für ihre Schwester Valerie würde sie alles tun, immerhin hatte diese eine Karriere, eine Familie und eine zuckersüße Tochter namens Carol. Dass die kleine zum Knuddeln ist, erfährt man schon ziemlich früh im Buch. Mir fällt da nur ein: Kinderlogik ^^

» „Du sollst doch nicht zu fremdem Menschen gehen“, ermahnte sie ihre Nichte.
„Ich bin nicht zu dem komischen Mann gegangen. Ich habe nur den lieben Hund gestreichelt.“ «
[Zitat; „Satans Versprechen“ von Jennifer J. Grimm; Seite 17/268 eBook]

Meine Meinung über Valerie? Egoistisch, selbstbezogen und sie verdient es absolut nicht, was Alexis alles für sie tut. Kurzum: Ich fand Valerie dezent unsympathisch, aber das lag vermutlich an ihre Unvermögen sich gegen ihren großartigen Ehemann durchzusetzen. Aber ich verstehe Alexis, denn auch ich würde für meine Schwester ALLES tun, egal wie mies sie sich benehmen würde. Familie eben.

Gut…zurück zu Alexis. Ehrlich gesagt finde ich Alexis immer noch sehr durchsichtig, denn so richtig schlau wird man aus ihr nicht. Man weiß zwar, warum sie in die falschen Kreise gelangt ist, aber es wird so vieles nur kurz erwähnt und dann offen gelassen. Für mich ist Alexis nach wie vor ein offenes Buch. Genauso wie mir die Liebesgeschichte an manchen Stellen zu schnell gegangen ist. Klar, sie war vom ersten Moment von Satan fasziniert, aber diese tiefen Gefühle, die sie nach einer Weile für ihn empfand (und umgekehrt) kamen meiner Meinung nach aus der Luft.

Auch die Umsetzung finde ich an manchen Stellen leicht tollpatschig (kann man das so sagen?).
Bei ein paar Szenen konnte ich mir nur auf den Kopf greifen. Ja, der lebt schon lange in der Hölle, aber ein wenig mehr Wissen über die Menschen würde ihm nicht schaden. Er tut manchmal Dinge, die einfach…nicht zum Verstehen sind. *hust* Tankstelle *hust*.
Und wie er sich dann daraus windet und alles vertuschen versucht…ähm. Okay?!
Die Idee finde ich immer noch gut, aber mit der Umsetzung wurde ich nicht immer warm. Manchmal wirken Handlungen überzogen oder völlig unglaubwürdig an. Aber da es ein Buch über Himmel und Hölle ist, darf es ja etwas an den Haaren herbeigezogen sein. Oder?!

Alles in allem hat das Buch mich gut unterhalten, aber das war‘s auch schon.
Die Gestalt „Satan“ war in meinen Augen viel zu soft, als das ich ihm diese Rolle abkaufen konnte. Zu Beginn war er das personifizierte Böse…aber je mehr Zeit er mit Alexis verbrachte, desto weicher wurde er.
Zudem fand ich die Gefühle, die zwischen den beiden entstanden viel zu schnell und nicht greifbar (glaubwürdig) genug. Sie zankten sich, sie fühlt sich von ihm erregt und eben der Deal (verraten wird nichts ^.^).
Alles gut, aber mir fehlten einfach die Gefühle dahinter.
Lust, Zuneigung – Ja! Aber gleich Liebe?

Zudem war das Ende sehr schnell abgewickelt und die … der beiden ging in die finale Runde. Sie haben es sich ja schon irgendwie verdient, aber es ging mir einfach zu schnell. Zuerst der Beginn, der sich – im Vergleich zum rasenden Ende – ewig zog und am Ende alles Schlag auf Schlag.


Die Schreibweise


Locker, leicht und auch wenn ich leichte Probleme mit der Handlung selbst hatte, der Lesefluss war flüssig und mitreißend! 
Die Dialoge oft lustig und Alexis hat ein Talent dafür die Höllenwesen zu reizen.

Final kann ich zwar sagen, dass mich „Satans Versprechen“ gut unterhalten konnte, mir aber die Charaktere großteils zu schwammig vorkamen. Fragen wurden zwar beantwortet, aber viel blieb auch noch offen. Das Ende selbst war auch mehr oder weniger abgeschlossen. Ich kann mir vorstellen, dass es eine Fortsetzung zu einen der anderen Dämonen aus der Hölle (Samael?) geben könnte, aber sicher ist es nicht. Alles in allem ist das Buch für sich und der eigentlichen Lovestory geschlossen.

Von mir bekommt „Satans Versprechen“ jedenfalls 3 von 5 Federn, da es mich gut unterhalten konnte, aber nicht herausstach. Es schwimmt für mich ganz im Mittelfeld mit.



Ich möchte mich ganz herzlich bei NetGalley und dem Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken!

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Achtung unentgeltliche WERBUNG! 
Meine Meinung ist trotz Rezensionsexemplar ehrlich und nicht gekauft! 

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