[Rezension] Grimm Chroniken #4 - Der Gesang der Sirenen

Die Grimm Chroniken #4
Der Gesang der Sirenen

Autor: Maya Sheperd
Verlag: Sternensand Verlag
Seitenanzahl: 142 Seiten
ET: 04.05.2018
ISBN: 978-3-906829-71-5
Quelle



Mitreißend, spannend und ereignisreich! Die Überraschungs-Wendung ist jedenfalls geglückt! 

Dort zwischen der Gischt entdeckte ich ein bleiches weibliches Gesicht. Die Sirene hatte leuchtende Augen, so grün wie Algen. Ihr Haar war rot wie Blut. Es floss in sanften Wellen über ihren Körper, der nackt war, soweit ich es erkennen konnte.

Sie war eine Schönheit und es fiel mir leicht, zu verstehen, warum Männer ihr und ihrem Gesang verfielen. Doch wenn man genau hinsah, konnte man erkennen, dass sie spitze Zähne in ihrem Mund trug. Zähne, die zum Töten gemacht waren. An ihrem Hals hatte sie Kiemen wie ein Fisch. Sicher war ihr Körper kalt wie der Tod.

Die Sirenen waren seelenlos, deshalb vermochten sie nicht mehr, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Sie hatten geliebt und waren so bitter enttäuscht worden. Das Leben hatte für sie nur Leid übrig gehabt und nun waren sie in ewiger Rachsucht gefangen.

»Stürze dich in die Fluten und schenke der Meerhexe deine Seele. Sie wird dir im Gegenzug die Gunst des ewigen Lebens erweisen.« 
(© Sternensand Verlag)



Langsam nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Es ist wieder spannend, voller neuer Erkenntnisse und doch...etwas hat meine Freude etwas geschmälert...


Die Handlung und die Charaktere


Will befindet sich immer noch im Zustand des „Schlafenden Todes“. Er kann sich daraus nur befreien, wenn er Schneewittchen im Traum tötet. Oder gibt es etwa eine zweite Möglichkeit?
Will hat sich im Vergleich zu Band 3 nicht verändert, außer, dass er endlich die Wahrheit zu erkennen scheint. Seine Position in dieser Geschichte wurde ihm endlich offenbart und dessen Schwere ist keine leichte Kost. Doch an Aufgeben ist nicht zu denken! Oder? 

In der „Realen Welt“ (falls man das so nennen kann) entdeckt Maggy etwas Unglaubliches und plötzlich werden Zweifel laut, ob sie tatsächlich nur Statistin in dieser Geschichte ist. 

» Jedoch kamen ihm insgeheim Zweifel, dass sie wirklich so unbeteiligt war, wie er zu Beginn angenommen hatte. Sie legte eine Hartnäckigkeit an den Tag, wie er sie bei einem unwissenden Menschen nicht vermutet hatte. [...] Sie handelte wie jemand, der nicht nur auf der Suche nach einem anderen, sondern vor allem auf der Suche nach sich selbst war. « 
[Zitat; „Grimm Chroniken #4 – Der Gesang der Sirenen“ von Maya Sheperd. Seite 51/78; eBook]

Maggy habe ich so unglaublich fest ins Herz geschlossen, dass ich einfach nicht will, das ihr was passiert. Sie ist herzensgut, kämpft für das, was ihr wichtig ist, ist klug, aufrichtig und ehrlich. Auch wenn ich mittlerweile eine Vermutung habe, in welche Richtung sich ihre Person noch entwickeln wird. Mhmm...mal sehen, ob ich recht habe.

Und natürlich kommt auch Mary – Die Apfelprinzessin – und ihr Liebster Dorian zu Wort. Mittlerweile befinden sie sich auf einen Schiff. Doch ausgerechnet der „Gesang der Sirenen“ bringt sie alle in Gefahr und Mary hat eine Entscheidung zu treffen, die ihre Zukunft besiegeln wird.

» Selbst wenn unsere Liebe das Ende der Welt bedeuten würde, könnte ich nicht aufhören, ihn zu lieben. Wenn dies die dunkle Seite war, die ich in mir trug, war ich bereit, sie zu akzeptieren. «
[Zitat; „Grimm Chroniken #4 – Der Gesang der Sirenen“ von Maya Sheperd. Seite 31/78; eBook]

Und ehrlich gesagt die junge Mary mag ich noch sehr gerne. Sie ist zwar extrem naiv, aber sie tut alles, was sie tut aus Liebe zu Dorian. Auch wenn ich jetzt weiß, warum sie so ist, wie sie in der Gegenwart bzw. zu einem späteren Zeitpunkt als 1593 ist (oder ich vermute es), kann ich sie verstehen. Sie hat für die Liebe alles gegeben...und wird so viel mehr verlieren.


Die Schreibweise


Angenehm, den Charakteren angepasst und mitreißend. Einmal begonnen kann man das Buch nicht aus der Hand legen.

Auch Band 4 der „Grimm Chroniken“ sind spannend, mitreißend und ereignisreich und doch muss ich gestehen, dass mich eine „Wahrheit“ ziemlich enttäuscht hat. Irgendwie habe ich etwas anderes erhofft bzw. erwartet. Vielleicht war es auch nur eine gelungene Täuschung von Maya (wäre nicht die erste), aber bei „Der Gesang der Sirenen“ fühle ich mich etwas ernüchternder als noch bei den Vorgängern.
Und doch hat es mich gut unterhalten, mich neugierig auf die folgenden Bände gemacht und vor allem viele Fragen aufgeworfen.
Von mir bekommt dieser Teil 4,5 von 5 Federn. Immer noch unglaublich gut, aber eben ein ganz kleines bisschen Schwächer als die ersten 3 Bände.




Ich möchte mich ganz herzlich bei Maya Sheperd für die Bereitstellung des Vorab-Leseexemplares bedanken!

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Meine Meinung ist trotz Rezensionsexemplar ehrlich und nicht gekauft!