[Rezension] Elementa #1 - Erzwungenes Schicksal


Elementa #1
Erzwungenes Schicksal

Autor: Daniela Kappel
Verlag: Neobooks
Seitenanzahl: 215 Seiten
ET: 16.06.2018
ASIN: B072Z3WHQW
Quelle




Debütroman mit toller Idee, aber mit kleinen Schwächen!

Daria ist nicht wie die anderen Elementträger.
Ohne es zu wissen, ist sie Teil einer uralten Prophezeiung und als sie auf den kühlen Vincent trifft, beginnt sich Darias Schicksal zu erfüllen.
Obwohl Vincent ihr schroff und unnahbar begegnet, sucht er ständig ihre Nähe. 
Was Daria nicht weiß: Vincents Vater hält im Hintergrund die Fäden in der Hand. Er will um jeden Preis erreichen, dass sich die Prophezeiung erfüllt, egal wie weit er dafür gehen muss.
(© Amazon) 



Durch eine Bloggerpost mit Postkarte und Sticker bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und *schwupps* hab ich es mir gekauft.
Ich fand die Idee toll, denn Geschichten über Menschen mit Element-Kräften fand ich schon immer großartig!
Zudem ist es ein Debütroman. Meine Neugierde war also groß.


Die Handlung und die Charaktere


Ich kann mich nur wiederholen, aber die Idee finde ich unglaublich gut.
Menschen mit Elemente-Fähigkeiten, die sich von den „normalen“ Menschen abheben. Eine Prophezeiung die eine Gruppe der Elementträger erfüllt sehen wollen und die andere nicht.
Und zwei Teenager, die Bestandteil dieser Prophezeiung sind und doch nur eines wollen:
Die Chance für sich selbst zu entscheiden!

Das Thema „Selbstbestimmung“ und „eigenen Weg gehen“ ist eines der Themen, die im Hintergrund mitlaufen und dessen Aussage ich für sehr wichtig halte.
Darf man als Kind sein Leben selbst bestimmen, oder haben die Eltern das Recht alles zu befehligen, nur weil man Teil einer Prophezeiung ist?
Für Vincent ist diese Frage wichtig, denn bei ihm hat sein Vater das Sagen. Er ist auf der Welt um seine Aufgabe zu erfüllen, koste es, was es wolle.
Als dann Daria – seine Bestimmung – in sein Leben tritt ist er verständlicherweise alles andere als begeistert, immerhin ist das die typische „Trotz-Phase“ eines jeden Jugendlichens:
Alles was die Eltern wollen, lehnt man automatisch ab.

Daria hat es in ihrem Leben nicht immer leicht gehabt, denn sie führte nach einer folgenschweren Nacht mit ihrem Vater ein Leben auf der Flucht. Alle paar Wochen heißt es umziehen und erneut irgendwo anders neu die Zelte aufschlagen.
Geldsorgen, fehlende Freunde und die Trauer um das Verlorene prägen das Leben von Daria, bis ihr Vater ein Angebot bekommt, dass er nicht abschlagen kann und auf einmal scheint ein perfektes Leben doch möglich zu sein.

Und bei diesem Angebot fingen meine Zweifel an, denn wenn man wirklich ein Leben lang auf der Flucht vor seinen Feinden ist, dann zweifelt man doch mehr, oder? Denn das ist das, was Erik – Darias Vater – nicht getan hat. Er hat freudestrahlend zugesagt und – Geldsorgen hin oder her – was wäre gewesen, wenn das eine Falle gewesen wäre? Oder spricht da gerade die Paranoia aus mir? O.o

Die Idee finde ich immer noch klasse, aber ich fand einfach keinen Zugang zu Daria, Vincent und co. Für mich ist es merkwürdig, dass Vincent plötzlich doch so viel für Daria empfindet, wo er ihr am Anfang keine Chance geben wollte. Die anfänglichen Emotionen konnte ich total gut nachempfinden. Daria ist von der unterkühlten Art von Vincent nicht begeistert. Vincent ist nicht begeistert keine Wahl zu haben und ist von Daria noch zusätzlich genervt, da sie ihn nicht anhimmelt.
Und plötzlich hat sich das verändert in einer Geschwindigkeit, die für mich nicht ganz nachvollziehbar war.

Leider muss ich auch gestehen, dass ich die Charaktere ganz schwer einschätzen kann, denn sie sind zwar äußerlich gut beschrieben und ein paar Charakterisierungen sind gut gelungen (Ben, Isabell), aber teilweise hatte ich große Probleme hinter den Gedanken der Protagonisten zu blicken. Etwas verwirrend, muss ich zugeben.
Wo ich mich noch sehr schwer getan habe, war ihr Alter. Ich bin mir zwar fast sicher, dass ich das Alter der Charaktere überlesen habe, aber ich weiß immer noch nicht, wie alt sie sind. 15? 16? Ich tippe ja eigentlich auf 17 Jahre, aber sicher bin ich mir auch wieder nicht. Mhm...

Die Geschwindigkeit im Buch ist gemächlich und wird erst in den letzten 40 Seiten ordentlich angekurbelt mit einem Showdown, der auch nicht so meines war.
Aber ich bin ja auch extrem Eigen bei solchen „Elemente“-Geschichten.


Die Schreibweise


Leicht, flüssig, wenn auch ab und an zu einfach.
Ich weiß nicht warum, aber in der ersten Hälfte fand ich die Schreibweise inklusive Dialoge angenehmer zu lesen, als in der zweiten. Anfangs waren die Dialoge noch authentischer, nur gegen Ende hin redeten ein paar der Charaktere (meist Vincent) ziemlich hochgestochen, was ich komisch fand, denn niemand würde so reden. Denke ich jedenfalls.



Das was ich hier betreibe ist definitiv „Suddern auf höchsten Niveau“, eine Eigenschaft, die ich scheinbar wirklich gut kann ^.^
Für das, dass „Elementa – Erzwungenes Schicksal“ Danielas Debütroman ist, ist es gut gelungen. Es hat mich unterhalten und meist auch gefesselt.
Klar, für mich war nicht immer alles schlüssig oder ich habe die Charaktere nicht genug kennenlernen können, aber das liegt wohl an mir, nicht an Danielas Schreibfähigkeit.
Wer gerne Bücher über besondere Fähigkeiten liest, über zwei Jugendliche, die sich mit einer Prophezeiung herumschlagen müssen und dabei nicht immer alles für bare Münze hält, wird mit Band 1 der „Elementa“-Trilogie viel Freude haben.
Von mir bekommt Danielas Debüt jedenfalls 3 von 5 Federn, da es mich gut unterhalten hat, aber ich auch nicht zu 100% überzeugt worden bin.

Für alle Ungeduldigen da draußen, Band 2 „Heilende Rache“ erscheint am 04.04.2018!




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