[Rezension] Die Weiße Libelle

Die weiße Libelle

Autor: Alexander Ruth
Verlag: Alexander Ruth
Seitenanzahl: 284 Seiten
ET: 03.06.2017
ISBN-13: 978-3000573545
Quelle








Wichtige Thematik in fantasievollem Mantel! Interessant, märchenhaft, wenn ich auch sehr lange gebraucht habe, um mich im Buch einzufinden.


Im Kampf gegen Plastik und Meeresverschmutzung ist sie in der Nordsee unterwegs: die »Weiße Libelle«. Seit Jahrhunderten fürchten Seeräuber diesen regenbogenfarbenen Mythos mit güldenen Einhörnern auf den Segeln. Schon die alten Wikinger zitterten beim Namen dieses sagenumwobenen Piratenschiffs. Gemeinsam mit einer fantastischen Märchenwesen-Crew machen Kapitän Wild Wild Sonja, die Baronesse Martha de beau, Lieutenant Darfo, Blackbeard Johnny und Einhorn Pinki Jagd auf Umweltsünder – von ihrem geheimen Geheimliegeplatz in Büsum über Wangerooge bis Borkum, von Helgoland bis Sylt. Ihr Hilfsmittel: die magische Seekarte vom nautischen Magierzirkel. Aber es bilden sich schwarze Wolken am Himmel. Es geschehen mysteriöse Anschläge auf die Küstenstädte der Nordsee und die gesamte Tierwelt im Meer. Jetzt sind alles seemännische Können und reichlich Heldenmut gefragt. Wer steckt dahinter? Werden sie es schaffen, das Böse zu bekämpfen – und am Ende den gesamten blauen Planeten zu retten? (© Amazon)



Setzt die Segeln, jetzt geht es den Umweltsündern an den Kragen!
Ich brauchte nur „Geschichte mit Märchenfiguren, die gegen Umweltsünder angehen“ hören und ich wollte es lesen!
Leider brauchte ich ziemlich lange, um mich im Buch einzufinden, aber als die Startschwierigkeiten überwunden waren, machte das Lesen spaß.


Die Handlung


Die Idee konnte mich lückenlos überzeugen, doch mit der kompletten Umsetzung bin ich nicht ganz zufrieden. Charaktere sind verschieden, abwechslungsreich und durch und durch magisch. Es gibt Elfen, Schmetterlinge, Einhörner und was weiß ich sonst noch. Es gibt Abenteuer und Erklärungen. Es gibt Angriffe und Dialoge.

Das Thema „Umweltschutz“ wird hier großgeschrieben, auch wenn es durch tatsächlich erhobene Forschungsberichte sehr theoretisch gehalten wird. Es passt sich somit nicht ganz lückenlos in das sonstige Fantasiethema ein. Zudem passiert entweder viel oder es plätschert alles dahin. Die Crew der weißen Libelle schlemmen viele Süßigkeiten und machen viele Fotos oder gehen Umweltsündern an den Kragen. Es ist ein ständiges hin und her, was dem Lesefluss nicht immer gut tut.


Die Charaktere


Die Charaktere sind unzählig, verschieden und es war nicht immer leicht jeden Namen mit der richtigen „Gattung“ (da Fantasiegestalten) zuzuordnen. Dazu bleiben sie alle ziemlich blass, da es keine wahre Hauptperson gibt, mit der man von Anfang bis Ende mitfiebern kann. Die Crew erlebt zwar ein großes Abenteuer, segelt durch die Weltmeere, aber eine Entwicklung von den einzelnen Personen selbst erfährt man nicht. Dafür sind sie einfach zu wage und zu zahlreich gehalten.


Die Schreibweise


Mit der Schreibweise wurde ich lange nicht warm, da diese sehr kindlich gehalten ist. Es werden viele Ausrufe bzw. Lautsprache verwendet, die mich vor allem zu Beginn immer wieder aus dem Lesefluss gerissen haben. Da reichte schon ein einfaches „Blubb...blubb...blubb“, „Ohhh“ oder „Hoho“.
Dies zog sich zwar durch das ganze Buch, aber irgendwann hatte ich mich damit arrangiert und das Lesen fiel mir leichter.

Ich finde die Altersbestimmung von ab 13 Jahre irreführend, denn die Schreibweise ist für ein Jungendbuch zu kindlich gehalten, sodass ich es eher als ein Vorlesebuch vorschlagen würde, da die Thematik passt und auch die kunterbunte Mischung der Fantasiegestalten Kindern gefallen könnte.


Ein neumodernes Märchen mit wichtiger, aktueller Thematik, die trotz Schwächen Spaß zu lesen macht. Für mich ist das Buch ein toller Versuch tiefer auf den Umweltschutz einzugehen und das so, dass selbst Kinder einen Zugang dazu finden.

Lange musste ich zwar kämpfen, dass ich mit der Schreibweise und den vielen verschiedenen Charas zurechtkomme, aber schlussendlich hatte  es dann doch Spaß gemacht, der Crew der „weißen Libelle“ zu folgen und ihnen bei der Suche nach etwas ganz Besonderem (verraten wird nichts) über die Schultern zu schauen. Das Buch hat seine Schwächen, aber andererseits hat es mich auch gut unterhalten. Von mir bekommt „Die weiße Libelle“ 3 von 5 Federn, da es zwar ein tolles Thema beschreibt, das unglaublich wichtig ist, aber mich durch einige Schwächen nicht ganz überzeugen konnte. 


Ich möchte mich ganz herzlich bei Alexander Ruth für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken!

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