[Rezension] Deadly Sin Saga #1 - Exordium


Deadly Sin Saga #1
Exordium

Autor: Lana Rotaru
Verlag: Books on Demand
Seitenanzahl: 272 Seiten
ET: 16.01.2017
ISBN-13: 978-3743163133
Quelle





Tolle Idee, aber mit der Umsetzung konnte ich mich nicht ganz anfreunden. Der Reihenauftakt der mehrteiligen (geplant sind bis jetzt 8 Bände) Reihe über ein Mädchen, dass selbst über ihr Schicksal bestimmen will!


Der erste Band soll als eine Art Einleitung in die Saga gesehen werden. Die erste Prüfung beginnt mit Band 2!

Ein Vertrag.
Zwei Seiten.
Drei Personen.
Sieben Todsünden.
Acht Prüfungen.

Himmel oder Hölle?
Leben oder Tod?

»Ich freue mich auf das Spiel, Avery …«


//Textauszug:
»Du wirst sterben, Avery Marie Harper!«
Unvermittelt ließ ich das Mädchen los und fiel rücklings in den Sand. »Was?« Ich musste mich verhört haben. »Was hast du gesagt?« Wieder bebte meine Stimme, und diesmal konnte ich es nicht wie ein Hirngespinst einfach wegwischen.
Die Kleine hob die Hände und hielt sie mir vor das Gesicht, als würde sie mich berühren wollen. Ihre Handflächen waren leuchtend rot und ihre Finger unnatürlich lang und spitz. Als sie den Mund öffnete, um etwas zu sagen, floss Blut heraus und rann ihr in einem Schwall über die Lippen. »Du wirst an deinem achtzehnten Geburtstag sterben.« Ihre Stimme klang gar nicht mehr hell und kindlich, sondern tief, dunkel und rau. Zu einem alkoholgeschwängerten Kettenraucher hätte sie besser gepasst als zu diesem vermeintlichen Kleinkind.
»Das … das passiert nicht wirklich!« Ich krabbelte rückwärts von dem Mädchen weg. »Das bilde ich mir nur ein!« Mit vor Angst geweiteten Augen krabbelte ich weiter, aber egal, wie sehr ich mich auch anstrengte, ich kam nicht vom Fleck. Die Distanz zu dem Mädchen änderte sich nicht.
»Bald, Avery! Bald komme ich und hole dich!«// (© Amazon)




Interessante Idee, aber mit der Umsetzung wurde ich nicht ganz warm. Eine Tatsache, die mir durch das erste gelesene Buch von Lana Rotaru („1000 Brücken und ein Kuss“) bereits bekannt ist.
Und dennoch gilt: Grundsätzlich ein guter Einstieg.


Die Handlung


Erkläre die Handlung ohne zu viel zu verraten. Puhh…da der offizielle Klappentext nicht sehr viel verrät, wird der folgende Text zu SPOILER zählen, denn ich möchte wirklich niemanden die Überraschung ruinieren. Also der folgende Text kann mehr vom Inhalt verraten, als manche es vielleicht wollen!


*ACHTUNGSPOILER*ACHTUNGSPOILER*ACHTUNGSPOILER*

Avery ist eine normale 17 Jährige Schülerin, bzw. sie WAR eine normale Schülerin, bis zu dem Tag, an dem der Teufel seine Schulden in Form ihrer Seele einfordert, denn ihr Vater hat ihre Seele für seine Schauspielkarriere getauscht und ist abgehauen.
Nun steht Ave vor der Entscheidung ihres Lebens: Soll sie ihren nahenden Tod einfach so akzeptieren oder versucht sie alles, um ihre Seele zu retten? Auch wenn dadurch viel mehr auf dem Spiel steht als zuvor.

Die Grundidee gefällt mir, aber ich fand es teilweise – jaja Fantasytitel – so sehr an den Haaren herbeigezogen. Ein berühmter Schauspieler-Vater, der keinen Unterhalt zahlt? Der nicht von der Presse zerrissen wird, weil er für Ruhm und Erfolg seine Familie in Stich gelassen hat? Es hört sich so nichtig an, aber mir kam es so vor, als ob einfach nach einem Grund gesucht wurde, warum Aves Seele gebraucht wird, aber dieser Grund nicht weiter durchdacht worden ist. Nebensache hin oder her, mir fiel das ins Auge und ließ mich nicht mehr los.

Ansonsten finde ich die Idee, dass 7 Prüfungen zu bestehen sind, damit eine (reine) Seele freigelassen wird, wirklich gut.
Es gibt zwar einen Grund, weshalb sie Todsünden heißen, aber mindestens 2 von denen würden wohl auch mich zum Fall bringen, daher bin ich gespannt, wie Avery das schaffen wird!

*SPOILERENDE*SPOILERENDE*SPOILERENDE*


„Exordium“ umfasst noch keine Prüfung sondern lediglich die Einleitung zu den Prüfungen. Es erklärt wie die Konstellation Adam-Avery-Nox entsteht und deutet an, dass sich noch so einiges in Averys Leben verändern wird.
Wie schon gesagt: Die Idee mag ich, nur die Umsetzung war nicht so meines.


Die Charaktere


Ist es schlimm, wenn man die weibliche Protagonistin nicht sympathisch findet? Ja, oder?
Das schlimmste dabei ist aber, dass ich es nicht einmal klar beschreiben kann, WARUM ich sie nicht mag. Sie ist sarkastisch, will nur Freundschaft zu Adam und will ihre Seele retten. Und doch…aus (noch) undefinierbarem Grund finde ich Ave anstrengend, nervig und im echten Leben würde ich ihr aus dem Weg gehen. Aber warum? (Diese Frage wird hoffentlich von mir in Band 2 beantwortet.)

Adam ist Aves bester Freund und neben „Gutaussehend“ steht auch „total lieb und zuvorkommend“ in seiner Personenbeschreibung. Er wäre der perfekte beste Freund, wenn ich mich nicht so sehr an der Eigenschaft „perfekt“ aufhängen würde, denn das ist er für mich: zu perfekt!

Witzigerweise mag ich Nox stattdessen wirklich gerne. Er ist – Aves Beschreibung, nicht meine xP – sadistisch veranlagt, Bad Boy und Aufreißer und doch kommt er mir von den dreien am authentischsten vor (jedenfalls als das, was er im Buch ist).
Ich befürchte zwar, dass Nox in den nächsten Bänden zu Aves Love Interest wird, aber noch steht diese Konstellation noch in den Sternen (oder im Kopf der lieben Lana ^.^).


Die Schreibweise


Leicht, locker, schnell zu lesen.
Einige Rechtschreibfehler habe ich auch entdeckt, doch daran will ich mich nicht aufhängen, denn sowas kann eben passieren.

Es ist ein locker, leichtes Buch für zwischendurch. Vielleicht weil es eben die Einleitung zur eigentlichen Handlung ist. 

Kennt ihr das, wenn ihr von einem Buch nicht so begeistert seid, aber dennoch wissen wollt, wie es weitergeht?
Bei mir ist es hier so. Ich bin kein Fan von Avery, finde Adam zu perfekt, einzig Nox finde ich authentisch (für das, was er darstellt), aber dennoch möchte ich mindestens noch den zweiten Band lesen.
Von mir bekommt der Reihenauftakt der „Deadly Sin Saga – Exordium“ 2,5 von 5 Federn, da ich eben neugierig auf mehr, aber mit der Umsetzung nicht ganz glücklich bin.
Mal schauen, ob ich nach der ersten Prüfung anders über die Reihe denke!



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