[Rezension] Hope & Despair #3 - Hoffnungsstunde


Hope & Despair #3
Hoffnungsstunde

Autor: Carina Mueller
Verlag: Impress
Seitenanzahl: 345 Seiten
ET: 03.11.2016
ISBN: 9783551300621
Quelle







Nicht. Mein. Fall. Nervige Charaktere. Gute Idee, aber schwache Umsetzung. Ich bin enttäuscht und hätte einiges mehr erwartet. Leider ein totaler Flop.


**Die Hoffnung stirbt immer zuletzt…**
Hass, Zwietracht und Verzweiflung sollten sie auf die Erde bringen, hierfür wurden die Improbas bis ins Mannesalter hinein geschult. Doch durch Hopes Einfluss zeigen die sechs Bad Boys nach und nach ganz andere Seiten. Nicht nur Despair spürt wieder einen Funken Hoffnung, auch Hate sieht in der Liebe keinen Feind mehr. Wie notwendig ihr wiederkehrender Sinn für Gerechtigkeit noch sein wird, zeigt sich, als plötzlich das Unmögliche passiert: Eine neue Bedrohung taucht auf, die alles bisher Dagewesene weit in den Schatten stellt. Despair wächst nahezu über sich hinaus, um Hope – die Liebe seines Lebens – zu schützen, ahnt aber genauso wenig wie seine Brüder, dass sich die größte Gefahr in seinen eigenen Reihen befindet…(© Impress)



Normalerweise bereue ich es nicht, Büchern noch eine Chance gegeben zu haben. Sooft wurde ich mit einem besseren zweiten Band bzw. besseren Fortsetzung belohnt. Aber hier?
Ich hätte nach Band 2 aufhören sollen. Band 2 „Hoffnungsnacht“ konnte mich schon nicht überzeugen, aber da so viele sagten, dass der Abschluss der beste Band der Trilogie sei, gab ich ihn noch eine Chance.
Ein Fehler meinerseits. Schade, aber „Hope & Despair #3“ ist mein Halbjahres-Flop des Jahres.


Die Handlung


Unlogisch, langweilig und beim Ende fühlte ich mich – als Leserin, die nur noch das Buch las, weil sie auf einen plausiblen AHA-Effekt am Ende gehofft hat – gelinde gesagt echt veräppelt.
Die ganzen Seiten für WAS? Dieses Ende? Argh!
Ich wollte schreien vor Frust. Klar, nicht jeder wird so denken wie ich, aber die Handlung plätschert seit Anfang Band 2 nur dahin und das ändert sich im Abschlussband nicht.
Es plätschert und plätschert. Ich hoffte auf ein Ende, dass mir zeigte, dass es gut war, dass ich nicht abgebrochen habe, aber alles, was ich danach dachte war:
Oh man...echt jetzt?

Schon dutzende Seiten vor Schluss (was rede ich, am Anfang war das schon klar) wusste ich, wie es enden wird. Es war frustrierend. Nicht nur der ereignislose und augenverdrehende AHA-Moment, sondern mit wie viel Glück das alles vonstattengegangen ist.

Die Idee ist das einzige, was mich – wenigstens noch in Band 1 – fesseln konnte, aber gegen Ende hin überwog der Frust und die Seiten gingen immer schwerer zu lesen. Schade.


Die Charaktere


Es geht weiter bei den Charakteren.
Sie sind alle SO perfekt und SO gut ausgebildet und…machen einen Mist nach dem anderen.
Mal angenommen, ich hätte eine militärische Ausbildung wie die Helden aus dem Buch, würde ich nicht SO naiv durch die Welt laufen. Es ist – argh – zum Haareraufen. Selbst ich, die nichts mit Militär, Manöver und Taktik am Hut hat, wusste VOR Hope und den andere, was Sache ist. Nicht, weil ich viel darüber nachdenken musste, sondern weil es LOGISCH war.
Und das störte mich so enorm:
Die Logik fehlte. Durch und durch.
Ich will jetzt nicht spoilern, aber alleine die Anzahl der Sensianer hat mich zum frustrierten Aufstöhnen verleite. Nicht nur das wie kam mir in den Sinn sondern auch, was dazu hätte nötig sein müssen. Ernsthaft?!

Und…das ist das Beste daran: Ich fühlte mich wie im Kindergarten!
Die Charaktere sind sowas von kindisch, naiv und blauäugig, das ich nicht verstehen konnte, wie sie so lange überleben konnten. Und dennoch sehen sie sich als die Heros schlechthin an. Oh man...


Schreibweise


Kommen wir zu der Schreibweise.
Beim Lesen kamen mir genau drei Gefühle auf und das sind keine positiven:
Langweile, Müdigkeit und grenzenlose Wut.
Warum ausgerechnet Wut? Ich habe das Gefühl, dass mich die Autorin für dumm hält.
Ja, ich weiß, dass nicht jeder Englisch kann und die Protas nach den englischen Gefühlen benannt worden sind, aber nach der geschätzt Tausendsten Erklärung sollte man meinen, dass der Leser das verstanden hat.
Nicht? Okay…dann wiederholen wir das offensichtliche noch dreihundert Mal und baut eine Wort-, Satz- und Erklärungswiederholung nach der anderen ein.

Es ist frustrierend, wie man wenig Handlung und Spannung in SO vielen Seiten verpacken kann. Die Handlung selbst dreht sich im Kreis, denn entweder den Charas wird ALLEs haarklein erklärt oder sie führen endlose Diskussionen über alles und jedem.


Die Schreibweise selbst ist leicht, wiederholend und grundsätzlich schnell zu lesen, da einfach. Aber wenn der Frust erstmals einen gepackt hat, zieht sich jede Seite bis ins unermessliche. 

Normalerweise breche ich solche Bücher ab, aber da quasi JEDE Rezi, die ich davor gelesen habe, behauptet hat, dass „Hoffnungsstunde“ mit Abstand der spannendste ist, war meine Neugierde doch geweckt worden.
Fehler meinerseits. Sorry.
Das Buch war unlogisch, voller unglaubhaften Charakteren und der Handlungsfluss war kaum gegeben.
Jetzt müsste ich ein dickes fettet ABER einfügen und irgendwas Positives von mir geben.
ABER, um ehrlich zu sein, gibt es nichts. Kein Charakter, der mir weniger naiv vorkommt. Kein Lichtblick in der Handlung.
Die Idee mochte ich, aber das „neue“ daran war nach Band 1 schon aufgebraucht. Leider.

Es tut mir leid, aber der Frust über diese Reihe (auf die ich mich RIESIG gefreut habe) hat sich in drei Bänden aufgebaut und jetzt wollte sie mal raus.
Ich bin enttäuscht und sauer, aber in erster Linie froh, dass es endlich vorbei ist.

„Hope & Despair #3“ bekommt von mir 1 von 5 Sterne.
Eindeutig mein Halbjahres-Flop 2017!



1 Kommentar:

  1. Danke für die ehrliche Rezi. Ich habe die Trilogie schon nach Band 1 abgebrochen, der gefiel mir schon nicht. Schade, dass solche Bücher so gut ankommen.

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