[Rezension] Running with you #1: Running to you – Bis zum Horizont und zurück


Running with you #1:
Running to you
Bis zum Horizont und zurück

Autor: Lisa Jasmin
Verlag: Forever by Ullstein
Seitenanzahl: 350 Seiten
ET: 14.10.2017
ISBN-13 9783958181335
Quelle





Klischeehaft und nicht ganz das, was ich durch den Klappentext erwartet habe. Es war nett, aber haute mich so gar nicht vom Hocker. Schade. 

"Zu hören, dass sie mich auch liebte, war... seltsam. Mich hasste man. Aber mich liebte man nicht. Ihre Worte kamen bei mir an, ergaben in meinem umnebelten Hirn jedoch keinen Sinn. Meine Seele war schwarz - ich absorbierte alles und übrig blieb nichts. Stella hingegen strahlte heller als Weiß. Sie hatte Licht in mein Leben gebracht, aber ich durfte trotzdem nicht mehr danach greifen."


Seit bei ihrer kleinen Schwester Krebs diagnostiziert wurde, ist Stellas Leben wie ein Strudel, der sie nach unten zieht. Aber dann lernt sie inmitten des Chaos aus Knochenmarkspenden und ihrer italienischen Großfamilie Valentin kennen. Er ist für sie wie ein Anker. Er gibt ihr Halt und neuen Mut. Und doch entfernt er sich immer weiter von ihr. Stella erkennt, dass sie stark sein muss. Für ihre kleine Schwester und für ihre Liebe zu Valentin. (© Forever by Ullstein)



Auf das Buch aufmerksam wurde ich durch das Zitat im Klappentext, die Valentins Gedanken darstellen. Die Handlung selbst fand ich interessant, aber nicht so besonders, dass ich unbedingt danach hätte greifen müssen, wenn dieses Zitat nicht gewesen wäre. Dieses weckte meine Neugierde...


Die Handlung


Themen über Krebs sind nie leichte Kost und doch behandelte das Buch diese Thematik anders, als ich erwartet hätte. Klar, Stellas Schmerzen, Trauer und Wut über das unfaire Schicksal ihrer Schwester wird oft genug erwähnt, aber dennoch rückt es ziemlich in den Hintergrund.
Den Großteil nimmt die Liebesgeschichte von Stella und Valentin ein, wobei diese sich wiederum ab und an ziemlich in die Länge zog bzw. sich als ewiges hin und her entpuppte.
Die Handlung selbst barg nicht viele Überraschungen, denn Großteils plätscherte sie zwischen Krankenhausbesuchen, Therapiesitzungen, Clubbesuchen und Stelle-Valentin-Momente hin und her.
Es war nett zu lesen und das Schicksal einer krebskranken Schwester war erdrückend zu erfahren, aber so richtig fesseln und umhauen konnte es mich nicht, dafür ließ es mich – überraschenderweise – Emotional ziemlich kalt.


Die Charaktere


Die weibliche Hauptprotagonistin ist Stella, eine sympathische Person, die gerade den Sinn des Lebens für sich entdeckt und doch...irgendwie ist sie langweilig. Selbst Rosa scheint mehr Facetten in sich zu tragen, als die immer kritische, missverstandene Stelle. Sie versucht lange Zeit es ihrer Familie recht zu machen, bis sie eben Vale kennenlernt und beginnt endlich etwas mehr zu leben und etwas zu ändern.

Valentin stellt äußerlich den wahren Bad Boy dar. Mit seinem voll tätowierten Körper, den Alkoholausschreitungen und seinen Dauer-Affären  könnte man genau das meinen. Doch eigentlich ist er bloß ein gebrochener junger Mann, der versucht wieder einen Sinn in seinem Leben zu finden.

Die Protagonisten waren einerseits gut dargestellt und beschrieben, aber andererseits weiß man dennoch nicht viel über sie. Viele brisante Dinge wurden – vermutlich aufgrund der Fortsetzung – außen vor gelassen, sodass man zwar Andeutungen hat, aber dennoch nur mutmaßen kann. Das fühlt sich als Leser merkwürdig an, denn immerhin möchte man wissen, warum die Charas so sind, wie sie nun mal sind, um sie besser verstehen zu können und in sie hineinzublicken.


Die Schreibweise


Das Buch ist in zwei Sichten geschrieben. Einmal in der Sicht von Stelle und die andere in der von Valentin. Und ehrlich gesagt, mochte ich Vales Sicht um einiges mehr. Stellas Stellen zogen sich häufig in die Länge, sodass ich mich schnell auf das nächste Kapitel und den Sichtwechsel freute.


Die Schreibweise ist simpel und liest sich somit schnell und leicht, dennoch zogen sich einige Stellen ziemlich in die Länge, sodass der Lesefluss doch litt.

Man sieht, ein fesselndes Zitat im Klappentext reicht schon aus, dass ich ein Buch lesen will. Schade, dass es dann doch nicht ganz so war, wie gedacht. Die Liebesgeschichte nahm viel mehr Platz ein, als erwartet und der eigentliche Kampf um Rosa wurde in den Hintergrund gedrängt.
Mit Stella selbst wurde ich auch nie so richtig warm, geschweige denn mit ihrer besten Freundin Mimi. Irgendwie hatte ich an den weiblichen Protagonistinnen zu kämpfen, den Vales Sicht las ich immer sehr gerne.
Alles in allem konnte es mich nicht ganz überzeugen, sodass ich „Running to you“ 3 von 5 Federn gebe und trotz Kliffhanger die Reihe nicht mehr weiterverfolgen werde.



Ich möchte mich ganz herzlich bei NettGalley und Forever für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken!

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