[Lit.Love] Das war sie also...oder 2,5 Tage in München


Wissenswerte Workshops, informative Podiumsdiskussionen und spannende Lesungen.
Das war sie also, die erste Lit.Love von Random House!



Als Carmen (Carmens Bücherbistro) zu mir kam und mich fragte, ob ich mit ihr nach München zur Lit.Love fahren will, wusste ich zuerst nicht, ob ich wirklich zu sagen soll.
Zwei Tage voller Vorträgen und Lesungen? 
Je länger ich darüber nachdachte, desto sicherer war ich mir:
Ich möchte das Erleben. Ich möchte mir selbst ein Bild von so einer Veranstaltung machen. 
Und außerdem habe ich einen Faible für München. 2x in meinem Leben war ich schon dort und ich liebe – liebe- liiiiebe diese Stadt!

Am Freitag dem 11.11.2016 ging es am Abend (gegen 17 Uhr) mit dem FlixBus nach München.
Da für Samstag ein straffes Programm anstand, fielen wir ziemlich erledigt von dem Tag, kaum das wir unsere Unterkunft betreten haben, ins Bett. 

Bevor wir überhaupt zur Lit.Love konnten, mussten wir unsere Hinterlegten Tickets bei einer der Ticket München Abholstellen holen und auch wenn ich den Weg schon in Österreich über Google-Maps gesucht habe, war es eine kleine Hürde, diese auch zu finden. Etwas Positives hatte es aber, denn so entdeckten wir ein zauberhaftes Cafe am Viktualienmarkt und hatten ein unglaublich leckeres Frühstück.

Ich merke, ich schweife wieder ab. Gut. Zurück zum eigentlichen Thema:
Samstag. Lit.Love. 
So gegen Viertel nach 11 kamen wir schließlich bei Random House alias Lit.Love an. Wir bekamen ein Goodiebag überreicht und schon startete unsere Entdeckungstour. 
Schon nach gut 20 Minuten lernten wir die ersten neuen Gesichter kennen.
Eine davon ist Frau Pixel und die andere Tamara (BookDreams), welche ich am Sonntag auch wieder trafen.

Die Lit.Love bot wirklich viel Programm, denn von 10 bis 17 Uhr gab es praktisch jede Stunde mindestens 4 Veranstaltungen, die man besuchen konnte. 
Unsere erste war "Vermittler zwischen den Welten: Was macht eigentlich eine Literaturagentur?"



Weiter ging's mit dem Workshop von Ulla Scheler, welcher "Die Mutprobe" hieß. Wirklich sehr informativ, einprägsam und für ihr Alter, hat sie ein Aufträgen, wovon ich nur träumen kann. Über meine Erfahrung zu diesem Workshop werde ich in den nächsten Wochen noch genaueres schreiben.
Um 14 Uhr hatten Carmen und ich die Bloggerlounge, wo wir mit ein paar anderen Bloggern die Autorinnen Anne Freytag, Adriana Popescu und Constanze Wilken trafen. In dieser Stunde wurde viel gelacht, gequasselt und nachgefragt!
Um 15 Uhr trennten sich Carmen und ich, da sie zu dem Workshop von Adriana Popescu wollte, ich jedoch die Podiumsdiskussion über "Das will jeder lesen - vom Phänomen All Age". Dabei waren unter anderem Ulla Scheler, Bettina Belitz, Anne Freytag, Sophie Wittmann und das ganze wurde von Anka (Ankas Geblubber) moderiert. 
Jetzt verstehe ich auch meine Verwunderung vor ein paar Wochen, als ich ein Buch in der Jugendbuchabteilung fand, dass für mich nicht dorthin gehört hätte...tja, Nach dieser Stunde weiß ich nun bescheid, da "All Age" ja kein eigenes Genre ist, werden die Bücher einfach anders einsortiert. Viele davon landen bei Jugendbüchern, was mir oft ein Kopfschütteln kostet.
Last but not Least noch war der letzte Vortrag wieder ein Workshop, diesmal von Constanze Wilken, die uns zeigte, wie Romanfiguren lebendig werden.

Nach einem ereignisreichen, spannenden und sehr informativen Tag, gingen wir nach einem Besuch in einem bayrischen Gasthaus zurück zur Unterkunft. Das geplante Ausgehen ließen wir weg, da der Samstag so schon anstrengend genug war!

Der Sonntag begann so, wie er auch endete: Entspannend.
Aufstehen - herrichten - Koffer packen - losgehen - Frühstücken - Lit.Love.
Diesmal waren wir schon vor halb 11 dort und pünktlich um 11 Uhr saßen wir im Workshop von Marie Adams und Stefanie Gerstenberger zu dem Thema "Haben Sie das wirklich alles selbst erlebt?". Und Mensch, ich habe mich köstlich amüsiert, die beiden sind so sympathisch und locker und wissen, wie sie das Publikum fesseln können. Aber dennoch bin ich froh, dass aus Stefanie Gerstenberger keine Lehrerin geworden ist ;P.



Um 12 Uhr ging es mit Workshop Nr. 2 weiter: "Blinddate mit einer Romanfigur - von glaubhaften Charakteren zum spannenden Dialog", der von Claudia Winter gehalten wurde. Nach nur 2 Stunden an diesem Sonntag schien ich mehr gelernt zu haben, als nach 1er Woche Deutschunterricht in der Unterstufe...aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich das damals lernen musste und mir dieses Wissen diesmal freiwillig angeeignet habe.
Um 13 Uhr waren wir bei der Studiumsführung der Lit.Lounge dabei und da wir selbst etwas in die Kamera sagen durften kann ich jetzt mit absoluter Gewissheit sagen:
Nein, an mir ist keine Fernsehmoderatorin verloren gegangen ;P.
Dabei trafen wir auch Marie Ledoux, ebenfalls eine österreichische Bloggerin. Ach...schön, wenn die Welt so klein erscheint.



In der dritt letzten Stunde war ich in einem Workshop von Bettina Belitz "Die Sprache des Herzens - werde dein eigener Liebesroman", wo ganz zufällig Anne Freytag und Adriana Popescu vor mir saßen. Dieser Workshop sorgte dafür, dass ich zum Nachdenken anfing und das immer noch tue. Zu welchen Thema? Hauptsächlich meine Selbstwarhnehmung und warum "perfekt" sein sowieso überbewertet wird.
 Danach ging es zu einer Podiumsdiskussion mit Constanze Wilken, Petra Durst-Benning und Brigitte Riebe, die über "1000 & 1 Idee - doch wie wird's zum Buch?". Daraus kam, dass es schlichtweg
schon eine Voraussetzung ist, mindestens eine Katze bzw. einen Hund zu haben, um überhaupt Autorin zu werden ^^. Gut, ich habe sogar 4 Katzen *grins*.
Und am Schluss gönnte ich mir die Lesung von Bettina Belitz zu "Die Diamantkrieger Saga #2 - La Lobas Versprechen". 

Obwohl unser Zug Verspätung hatte, Carmen und ich uns an diesem Wochenende immer ein paar Mal verlaufen haben und nicht immer alles wie am Schnürchen lief, fand ich diese 2,5 Tage in München ganz toll!
Ich habe viele tolle Menschen getroffen bzw. wiedergesehen! Ich habe viel gelernt, gehört und erfahren. 
Es war einfach ein Wochenende mit Menschen, die die gleiche Leidenschaft haben wie ich: Bücher.
So etwas ist immer schön und dann geraten die ganzen Pannen ganz schnell ins Unwichtige

Die Lit.Love war informativ, vollgestopft mit tollen Themen und glänzte dazu mit einem reibungslosen Ablauf. Ich bin mehr als zufrieden und kann nichts Negatives sagen. 
Es war toll und ein Erlebnis wert!
Danke Random House für die schöne Veranstaltung! 

Alles Liebe,
Tiana

Kommentare:

  1. Auch ein toller Nach-Bericht zur Lit.Love.

    Mir geht es genauso, auch wenn ich in anderen Veranstaltungen als Du warst..
    Ich bin seit dem Wochenende auch nachdenklicher als vor der Lit.Love und stelle so das eine oder andere in meinem Leben noch mehr und kritischer in Frage.
    Keine Ahnung, was das ganz genau ausgelöst hat, aber es ist halt nun mal so.

    Schade, daß ich nicht wirklich persönlichen Kontakt zu Bloggern etc. auf der Lit.Love hatte oder persönlich knüpfen konnte, war stellenweise schon eine komische Stimmung unter der Oberfläche oder auch so ein Verhalten so à la "Bitte nicht ansprechen,..".
    Dies lag teilweise extrem über den verschiedensten Personen, werde aber an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen wer oder wo.
    Es war einfach zu merken, daß die "Teilnehmer" stellenweise einfach lieber "unter sich" waren oder sich wünschten, daß die Veranstaltung bald vorüber ist bzw. sich fragten, warum sie sich das überhaupt antun...
    Und dann war öfters für mich halt auch dieses Extrem zu "beobachten"... vorher fast schon ernste Miene und dann wird "die gute Laune und das Lächeln regelrecht angeknipst".
    Dies fiel mir bei ein paar .... richtig auf und ich frage mich, ob das Anderen auch aufgefallen ist, schätze aber nur vereinzelt, die sich hüten würden, ein Wort darüber zu verlieren.

    Aber genau aufgrund diesen Gefühlsregungen und auch ihrem (versteckten und getarnten) Verhalten haben sie meine volle Sympathie teilweise auch nun erst gewonnen.
    Andere wiederum, sie genossen das richtig.

    Naja, bin was Emotionen und Gefühle meines "Gegenüber" oder neben mir anbelangt, ziemlich feinfühlig (viel zu feinfühlig), denn das ist mit all seinen Facetten Segen und (oft auch mehr) Fluch zugleich.

    Auch das trug bei, daß ich noch nachdenklicher bin und vieles (grad im "Buchbereich") noch kritischer wahrnehme und beleuchte als vorher und mich in meiner vorher schon vorhandenen Meinung und Einstellung bestärkt wurde.
    Tja...

    Die einzelnen Veranstaltungen waren interessant und kurzweilig, und es war toll, mal das "Wissen" oder die Infos geballt und in der Form präsentiert zu bekommen, aber richtig Neues, war für mich nicht dabei.

    Dennoch würde ich wieder zur Lit.Love oder zu etwas in der Art gehen, denn es war für mich äußerst angenehm von der Besuchermenge her.

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    1. Huhu :),

      schade, das wir uns nicht über den Weg gelaufen sind.
      Ich hoffe, das ich nicht unbewusst diese Geste a la "Sprich mich nicht an" ausgestrahlt habe, denn das wäre das Gegenteil von dem Gewesen, was ich wollte.

      Also ich war da weniger feinfühlig und hab einfach die Leute, wenn es gepasst hat, angesprochen. Irgendein Thema findet man immer zum Quasseln. Da bin ich echt froh, dass ich nicht so feinfühlig bin bzw. diese "Sprich mich nicht an"-Geste getrost ignoriert habe ;P.

      Also ich bin schon gut gelaunt zur Lit.Love gekommen. Mein Grinsen wollte gar nicht mehr verschwinden.

      Ich hoffe, das wir irgendeinmal anders das Vergnügen haben, uns zu treffen und uns zu unterhalten. Denn ich würde nicht unter "mich" bleiben wollen :)

      Lg. Tiana

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    2. Halli Hallo,
      ja das ist echt schade, daß wir uns nicht über den Weg gelaufen sind.

      Daß Du diese Sprich-mich-nicht-an-Ausstrahlung gehabt hast, das glaube ich nicht..lach...

      Ich hab mich auch gutgelaunt auf den Weg gemacht und war das auch noch bei der Ankunft in München nach unfallbedingten Staus usw. ...grins..
      War leichter zu finden als gedacht.
      Also an dem kanns nicht gelegen haben. ..zwinker..

      Ja, das hoffe ich auch, daß wir irgendwann das Vergnügen für ein persönliches Zusammentreffen und quaseln haben.

      Herzliche Grüsse

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  2. Hey Tiana!

    Wenn ich Zeit gehabt hätte, wäre ich bestimmt auch mal hingegangen. So habe ich die Bilder online ein bisschen verfolgt und schau mir jetzt richtig gern die Posts an um herauszufinden, was ihr so erlebt habt. Also Danke für den Bericht!

    Auch wenn es vielleicht nicht perfekt war freu ich mich doch, dass du eine schöne Zeit hattest. Das Format mit Vorträgen, Workshops und Panels finde ich wirklich interessant! Soetwas müsste viel öfter mit verschiedenen Themen stattfinden :)

    Allerliebste Grüße, Sandy von BlackTeaBooks

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    1. Hallo Sandy,

      kommst du denn aus Nähe München?

      Oh, ja ich fand das Format toll und Langweile kam da nie auf. Es war eher so, dass man die Qual der Wahl hatte, was man nun von den ganzen Dingen am MEISTEN sehen will.

      Ich hoffe, mein Beitrag konnte deine Neugierde stillen ;D

      Alles Liebe,
      Tiana

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  3. Hi Tiana,

    das ist ein wirklich schöner Bericht geworden. Es war toll dich und auch Carmen persönlich kennen zu lernen. Das war eindeutig ein Highlight.

    Mein Bericht

    Ganz liebe Grüße aus Tirol
    Marie

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