[Rezension] Luca & Allegra #1 - Liebe keinen Montaque

Luca & Allegra #1
Liebe keinen Montaque

Autor: Stefanie Hasse
Verlag: Impress
Seitenanzahl: 280 Seiten
ET: 02.06.2016
ISBN: 978-3-646-60225-8
Quelle






Rasant und packend. Schnelllebig und spannend. Taucht ein in die magische Welt von Luca & Allegra und verfolgt mit, dass Liebe auch Schmerz bedeutet!

**Romeo & Juliet never die…**

Maskenbälle, unsternbedrohte Familiengeschichten und verfluchte Liebespaare kennt Allegra höchstens aus ganz alten Büchern, aber mit der Realität haben sie für sie nichts zu tun. Das ändert sich grundlegend, als sie bei einem Kurzurlaub am Gardasee erfährt, dass ihr Hotel von Nachfahren der Capulets geführt wird. Anscheinend ist ihre Fehde mit den Montagues auch nach Jahrhunderten noch intakt. Als sie aus purer Neugier die andere Seite des Sees erkundet, beginnen sich die Ereignisse unwillkürlich zu verdichten. Denn Allegra trifft auf Luca Montague und damit auf ihr magisches Schicksal…

„Romeo und Julia“ von William Shakespeare ist wohl jedem ein Begriff. Die Verfilmung mit Leonardo DiCaprio habe ich geliebt und das schriftliche Werk ist mir auch bekannt. 

Nun versucht sich Stefanie Hasse an eine Neuinterpretation. 
Rasant und packend. Schnelllebig und spannend. Liebe und Schmerz sind sich näher, als man hier zu befürchten wagt. 

Die Story

Romeo und Julia. 
Luca und Allegra. 
4 Menschen. 2 Paare. 1 magisches Schicksal. 

Die Geschichte von Romeo und Julia ähnlich, aber doch völlig anders. Folgt Allegra wie sie aus ihrem normalen Leben gerissen wird und sich auf einmal mit gutaussehenden Verwandten, anziehenden Feinden und einen zerstörerischen Fluch abmühen muss! 

Die Charaktere 

Allegra beginnt als „normaler“ Mensch ohne magisches Schicksal, sondern mit einfach viel Pech in der Liebe. Allegra ist bodenständig. Sie sieht wunderschön aus, hasst aber genau diese Eigenschaft an sich selbst, denn diese Oberflächlichkeit ist ihr zuwider. 
Doch so sehr ich sie auch mochte und sie mir sympathisch war, ging mir das mit ihr und Luca doch alles zu schnell. Magisches Schicksal hin und her. 
Im Laufe des Buches wurde das aufgeklärt und sie erklärte sich selbst, warum es so war, aber manchmal kam es mir so vor, als ob sie selbst das Gefühl hätte, dass sie nicht nur ein paar Stunden mit ihm verbracht hätte, sondern eher Jahre. Was wiederum ja gut sein sollte. Oder? 
Außerdem glaubte sie mir das mit ihrer Familie viel zu schnell. Ein paar Seiten mehr und ein paar Gegenargumente a lá „Ist das dein ernst?“ hätten mir schon gereicht ;P. 

Über Luca erfährt man nicht allzu viel. Wie auch, immerhin kennt Allegra ihn selbst kaum, fühlt sich aber unendlich zu ihm hingezogen. Luca, der abgebrühte Erstgeborene, doch auch hier kann der Schein trügen. Die wenigen Momente, wo der Leser hinter Lucas Maske blickt reichen aus, um ihn ins Herz zu schließen: Liebe, Hoffnung und Verletztheit scheinen ihn auszumachen, wenn er mit Allegra zusammen ist. 

Die Nebencharaktere können sich aber auch sehen lassen und das meine ich nicht nur optisch gesehen. 
Alessandro und Jen habe ich quasi sofort gemocht. Beide sind bzw. werden ein wichtiger Bestandteil in Allegras Leben und an Charakter fehlt es den beiden definitiv nicht! 

Die Schreibweise 

Angenehm und schnell zu lesen, aber der Handlungsverlauf ist etwas zu schnelllebig. 
Die Story rast dahin und lässt nicht nur das Herz aufgrund der Spannung schneller schlagen! 
Man erlebt alles aus Allegras 3. Person Einzahl Perspektive und lernt so Schritt für Schritt eine andere Seite der Welt kennen: Voller Magie, Götter und Hass.

Stefanie Hasse steht für mich schon für eine individuelle Idee und großartigen Charakteren. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass die Handlung wahrscheinlich viel zu schnelllebig und das Ende unglaublich fies sein wird. 
Meine Erwartungen wurden genauso getroffen: 
Geniale Idee, gute Umsetzung. 
Fantastische Charaktere, fieses Ende. 
Jaja, die liebe Steffi weiß, wie sie ihre Leser begeistern, aber gleichzeitig in die Verzweiflung stürzen kann. 

„Luca & Allegra #1 – Liebe keinen Monteque“ ist quasi eine „Fortsetzung“ *zwinker* von „Romeo und Julia“ und erklärt, warum diese Liebe so dramatisch endete.

Der erste Teil dieser Dilogie bekommt 4 von 5 Federn von mir.
Impress-sei-Dank erscheint der zweite und gleichzeitig letzte Band bereits im August (was nach diesem Ende immer noch viel zu lange ist).


Ich möchte mich ganz herzlich bei NetGalley und Impress für das Rezensionsexemplar bedanken!

1 Kommentar:

  1. Hallo meine Liebe,

    sehr schöne Rezension! Ich sollte auch dringend mal ein Buch von der Steffi in die Hand nehmen!

    LG
    Sonja

    AntwortenLöschen