[Rezension] Es war einmal...war gestern #1 - Lucinderella

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Es war einmal Gestern #1
Lucinderella

Autor: Nadine Hardwiger
Verlag: dp Digital Publisher
Seitenanzahl: 81.Seiten
ET: 15.05.2015
ASIN: B00XLMV66Q

Nur als Ebook erhältlich!


Schöne und moderne Märchenadaption! Trotz Kürze konnten die Charaktere und Handlung überzeugen!

Die Mittzwanzigerin Lucinda Neis, genannt Cinda, fährt anlässlich der siebzigsten Geburtstage ihrer Großeltern auf deren Weingut. Bei ihrer Ankunft spielt sie mit dem Gedanken, das Gaspedal wieder durchzudrücken und zurück nach Hause zu fahren. Denn auf dem Gut leben nicht nur ihre geliebten Großeltern, sondern auch ihre Mutter und ihre beiden Stiefschwestern. Deren Gemeinheiten aus Kindertagen - solide ausgeführt unter den wachsamen Augen ihrer Mutter - reichen von Sekundenkleber in der Zahnpasta bis hin zu heimlich abgeschnittenen Zöpfen. Doch bevor Cinda ihrem Fluchtimpuls nachgeben kann, wird sie von dem neuen Gutsjuristen David Priens aufgehalten. Schließlich entdeckt ihre Mutter sie. Von da an muss sich Cinda, die als Designerin eine eigene Boutique in Berlin führt, um die Festkleider ihrer Mutter und ihrer Stiefschwestern kümmern. Noch dazu verpasst sie ständig ihre Großeltern und bekommt von ihrer Stiefschwester Asta eingeredet, dass ihr Großvater schwer krank sei und sich nicht aufregen dürfe. So fügt sich Cinda, denn ihre Großeltern stehen für sie an erster Stelle.





Es war einmal...ist gar nicht so lange her. Nadin Hardwiger mischt mit ihrer „Es war einmal...war gestern“-Trilogie die altbekannten Märchen mit der Realität...und das sehr gelungen, wie ich finde!

Obwohl das Buch gerade einmal 80 Seiten hat, waren die Charaktere verständlich und detailliert dargestellt. Lucinda – Cinda – ist herzensgut, zuvorkommend und hasst Streits. Sie will ihrer Mutter und den Stiefschwestern eine Chance geben, aber diese nutzen sie von vorne bis hinten aus. Cinda hat mit ihren 27 Jahren schon eine eigene Boutique eröffnet und im Normalfall ist sie selbstbewusst, aber vor ihrer Mutter und ihren Stiefschwestern Asta und Riccarda ist all das dahin. Cinda will sich wehren, schluckt es aber trotzdem immer wieder herunter, für ihren Großvater und für den Familienfrieden.

Wo man Cinda sofort ins Herz schließt, würde man am liebsten die Mutter und die zwei Stiefschwestern aus Cindas Leben kicken. Eifersucht, gekränkter Stolz und absolute Bosheit, all das beschreibt Cindas Mutter und Cindas Stiefschwester Asta allzu gut. Riccarda hingegen ist einfach nur ein Mitläufer, aber deshalb nicht mehr sympathisch.

Die Schreibweise ist flüssig, aber sprunghaft. Der Verlauf ist eng aneinandergeknüpft und man springt von einer Szene in die nächste. Keine Verschnaufpause ist in Sicht...

Das Ende ist so märchenhaft wie erwartet, aber dennoch schön zu lesen. Der Weg dahin war Steinig und – wie im wahren „Aschenputtel“ – nur Dank der Hilfe von Freunden und der guten Fee möglich zu bestehen!

Eine kurze, aber durchaus lesenswerte Märchenadaption, welche zeigt, dass Märchen auch im 21. Jahrhundert ihre Gültigkeit haben können. Die Charaktere konnten mit ihrer detaillierten Darstellung überzeugen und das, obwohl die Seitenzahl so gering ist.
Das Buch ist wirklich gut gelungen, nur gingen mir ein paar Szene viel  zu schnell...ein paar Seiten mehr, wären tolle gewesen (mir hätten schon 20 Seiten mehr gereicht), aber Nadin Hardwiger hat in den 80 Seiten alles rausgeholt, was möglich war!

„Lucinderella“ bekommt von mir 4 von 5 märchenhaft verzauberte Federn. Band 2 „Victorias Kuss“ ist ebenfalls schon erschienen und beschreibt die moderne Neuinterpretation vom „Froschkönig“.


Ich möchte mich ganz herzlich bei Nadin Hardwiger für das Rezensionsexemplar bedanken!

Kommentare:

  1. Ui, das klingt ja auch interessant. Ich bin gar nicht so der Märchen-Fan, aber es gibt echt tolle Adaptionen. Ich werde das Buch mal im Auge behalten. =)

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    1. Mach das! Du wirst es ganz sicher nicht bereuen! :)

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