[Rezension] Meyruka - Die goldene Kriegerin


Gut durchdachte Science-Fiction Geschichte, die das Leserherz höher schlagen und mit den Protagonisten mitfiebern lässt! Großartiger Plot und Umsetzung!


 Vor drei Jahren besetzten die technologisch überlegenen Kytharer die Erde und verdrängten die minderwertige Menschheit rücksichtslos von ihrem Platz. Sie machten sich den gesamten Planeten zu Eigen und alles, was darauf lebte. Doch im Verborgenen regt sich bereits der Widerstand. Die 19-jährige Meyruka wurde ihr ganzes Leben auf die drohende Invasion der Kytharer vorbereitet. Als Anführerin der geheimen Organisation Rebell City verfolgt sie nur ein Ziel: die Erde zurückzuerobern. Aber auf eines ist Meyruka nicht vorbereitet: die Begegnung mit Captain Syn Leroi, dem kytharischen Offizier mit den bernsteinfarbenen Augen...

Zugegeben, anfangs war ich skeptisch, ob dieses Buch überhaupt etwas für mich ist, denn Science Fiction mit Aliens und Co gehe ich genretechnisch lieber aus dem Weg.
Ich bin so froh, dass ich es nicht getan habe! Es erinnert etwas an „Seelen“ von Stephanie Meyer, ist ebenso spannend, packend, gut durchdacht und fordert zum Mitdenken auf!

Meyruka ist ein Mensch, kampferfahren und hat sich in den Kopf gesetzt, die Alieninvasion zu stoppen. Sie ist mutig, taff und lässt sich nicht unterkriegen! Mey wirkt wie der perfekte Mensch und doch ist sie meilenweit davon entfernt. Sie ist eine Kriegerin und kann mit so vielen Dingen, welche den Krieg betrifft, gut umgehen, nur mit der menschlichen Seite, sprich Gefühle ist sie eher... ja was? Kalt ist sie nicht, hat aber die Schwäche  Gefühle nicht zuzulassen...

Syn Leroi *seufz*. Ein Alien mit Herz oder so ähnlich. Syn ist ein kytharischer Soldat und besitzt eine Eigenschaft, welche bei seiner Art sehr selten ist - Individualität.
Er denkt mit wenn er einen Befehl bekommt und handelt nicht nur. Er fragt nach und wundert sich. Blöd nur, dass genau dies zu seinem Verhängnis wird!

Das Buch war in verschiedenen Sichten eingeteilt. Die beiden häufigsten zu lesenden Sichten waren die von Mey und Syn. Es war fesselnd zwischen den verschiedenen Protagonisten hin und her zu springen, auch ihre Ansichten der derzeitigen Situation zu erfahren. Einmal zu lesen angefangen, war das aufhören unglaublich schwer.  Da man von jeder Person in den verschiedenen Lagern Informationen erfahren wollte.

Die Schreibweise selbst war anspruchsvoll, da man in diese Welt erst einmal eintauchen musste. Die Kytharer, also die Aliens, welche die Erde für sich beanspruchen, haben viele neue und interessante Techniken, welche man erst einmal verstehen und sich auch merken musste.
Hat man sich erst einmal die komplizierten Bezeichnungen und Sonderheiten gemerkt, war dem Lesefluss locker und leicht zu folgen, denn die Schreibweise war angenehm und fordert das „Zeit vergessen“ geradezu heraus!

Die Idee war unglaublich! Angefangen mit der eigentlichen Idee der Alieninvasion und weitergehend mit den Aliens selbst, denn die Kytharer haben nicht nur einen gut klingenden Namen, sondern auch noch eine eigene Sprache, welche ab und an ihren Auftritt hat!

Das Buch hat nicht nur Kampfszenen, sondern es werden auch tiefgründige Dinge besprochen oder es wird gescherzt. In diesem Buch wird nicht nur gekämpft oder attackiert, sondern auch gelebt - einfach menschlich sein!
Die Spannung ist durchgehend anwesend und greifbar, was wiederum nicht nur an der interessanten Handlung liegt, sondern auch an den gut ausgearbeiteten Charakteren, da man als Leser einfach mit ihnen mitfiebern MUSS und für sie nur das Beste hoffen kann!

Bei einem Buch ist mir sehr wichtig, dass die Charaktere leben. Lebendig werden und nicht nur eine leere Hülle bleiben, sondern eine Seele bekommen.
Die Protagonisten werden auf jeder Seite lebendiger, greifbarer und realer.
Die Menschen sind einfach Menschen. Mit all ihren Fehlern und Macken, aber genau das ist doch das Schöne daran, denn es wäre doch langweilig, wenn jeder immer perfekt wäre, keine Fehler machen und dazu noch vorausschauend handeln würde!
Die Protagonisten überraschen, da sie ihren Witz und Humor trotz der misslichen Lage nie verloren haben. Sie waren nie zur eiskalten Brutalität übergegangen, sondern haben nur das getan, was getan werden MUSSTE, um ihr Überleben zu sichern!

Ein tolles Buch, welches spannend, packend und mitreißend ist! Es ist eine Mischung aus Science Fiction und Dystopie, welches mich kein bisschen enttäuscht hat! Die Charaktere sind großartig ausgearbeitet, die Handlung gut durchdacht und sehr gelungen ausgeführt. Die Schreibweise ist angenehm, wenn man erst einmal im Lesefluss drinnen ist.
Das Ende ist zwar vorraussehbar, aber dennoch schön zu lesen. In der Mitte gibt es ein paar Seiten, die etwas träger sind, aber alles in allem ist das Buch ein wahres Lesevergnügen!
„Meyruka – Die goldene Kriegerin“ bekommt von mir 4,5 von 5 Federn, da es mir wundervolle Lesestunden geschenkt hat!



Ich möchte mich bei Impress und Johanna Danninger für das Rezensionsexemplar bedanken!

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