[Rezension] Leona - Die Würfel sind gefallen


Die Freude war groß und die Enttäuschung dementsprechend umso größer! Klasse Klappentext. Katastrophale Umsetzung. Die Protagonistin war anstrengend und die Spannung kaum vorhanden. Mich konnte es so gar nicht überzeugen!


Stockholm: Ein siebenjähriges Mädchen betritt blutüberströmt eine Bank und schaltet einen Kassettenrekorder ein. Eine Stimme fordert Geld im Austausch für das Leben des Kindes. Die Angestellten sind entsetzt. Kurz darauf verlässt das Mädchen die Bank mit sieben Millionen Kronen und verschwindet. Der Fall macht Schlagzeilen. Bei der Polizei wird Leona Lindberg mit den Ermittlungen beauftragt. Leona ist 34, verheiratet und selbst Mutter von zwei Kindern. Sie gilt als Außenseiterin, doch ihr Ruf ist tadellos. Aber diesmal führen ihre Ermittlungen in eine Sackgasse, denn von dem Mädchen fehlt jede Spur. Und jeder scheint etwas zu verbergen. Allen voran Leona selbst.

Dieser Klappentext + die Tatsache, dass es bereits eins Besteller ist, machte mich auf dieses Buch neugierig. Ich war voller Neugierde. Voller freudiger Erwartung.
Und... wurde bitter enttäuscht!

Ein Mädchen raubt eine Bank aus. Wem würde das bitte nicht neugierig machen? Dass das Buch dann so enttäuschend war, überraschte mich selbst, aber die Handlungen der Charaktere waren entweder unüberlegt, vorausschauend, absolut dämlich oder widersprüchlich! Begeisterung kam bei mir jedenfalls nicht auf, nur genervt sein und Augen verdrehen...

Leona ist Polizistin, verheiratet, hat zwei Kindern und eine schlimme Vergangenheit. Sie als Hauptprotagonistin zu haben war kurz gesagt eine Qual. Sie war widersprüchlich, egoistisch und einfach nur nervig. Ich konnte mich weder in sie hineinversetzen, noch sie verstehen.

Die meisten Charaktere lernt man nur sehr oberflächlich kennen, sodass eine stärkere Bindung oder ein eigenes Bild gar nicht möglich ist zu machen.

Die Schreibweise war locker, aber nicht angenehm. Es wurde ständig alles ausführlich erklärt. Zum Beispiel Leona ist gerade im Büro, sieht ein Bild von ihren Kindern und erzählt die Geschichte dahinter. Jedes Mal. Nicht nur Bilder. Gegenstände. Gedanken.
Es war nach schon 40 Seiten einfach nur ermüdend. Weiterlesen wurde zum Kraftakt, weil die einfachsten Dinge bis ins kleinste Detail auseinandergenommen wurden.
Außer interessante Dinge.
Die Tat zum Beispiel, immerhin musste die Spannung ja so lange wie möglich aufrechterhalten werden, dass bei mir schon nach einigen Kapiteln die Luft draußen war, war wohl so nicht geplant.

Man lernte in diesem Buch drei Sichten kennen:
Leonas Ich-Perspektive, welche hauptsächlich angewendet wurde.
Olivias und Christers 3. Person-Einzahl-Perspektive.
Zugegeben, Christers Perspektive mochte ich sehr gerne, ab und an auch die von Olivia, aber oft ging mir das ganze Buch so auf die Nerven, weil es entweder widersprüchlich, oder total vorausschauend war!

Es konnte mich nicht überzeugen. Die Idee klang großartig, aber die Ausarbeitung war ein Flop. Die Hauptprotagonistin war nervig, anstrengend und zu oft zu widersprüchlich. Ich werde wohl die beiden anderen Teile der „Leona“ Trilogie nicht mehr weiterverfolgen, zu sehr bin ich von diesem Teil hier enttäuscht.  Ich gebe dem Buch 1,5 von 5 Federn, aber diesen halben Stern bekommt es nur, weil der Klappentext so spannend war, aber der Rest mich nicht überzeugen konnte!


Ich möchte mich beim Verlag Atrium Zürich für das Rezensionsexemplar bedanken!



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