[Rezension] Engelsstaub


Gefühlsvoll, spannend und voller Überraschungen! Ein tolles Debüt, welches zeigt, dass wahre Liebe auch über den Tod hinausgehen kann <3



Jade Brooks ist ein Nerd. Mit Mädchenkram, Partys und schicken Klamotten hat sie nicht viel am Hut, ihr Herz gehört der Wissenschaft und ihrem verstorbenen Vater. Zumindest bis sie auf den vermeintlichen Bad Boy und Rockmusiker Caspar Sinclair trifft. Doch kurz bevor es zwischen dem ungleichen Paar ernsthaft zu knistern beginnt, wird Jades Leben durch einen Autounfall ein jähes Ende gesetzt. Als sie sich kurze Zeit später als Engel im Himmel wiederfindet, prasseln die Ereignisse auf sie nieder: Ausgerechnet sie soll im Engelsheer der Matchmaker als Liebesengel dienen, von ihrem Vater fehlt jede Spur und der junge Mann, den sie verkuppeln soll, ist kein Geringerer als Caspar Sinclair...

Anne-Marie Jungwirths Debütroman ist mitfühlend, herzerweichend und weißt eine wirklich tolle Idee auf: Das Leben ist nach dem Tod nicht vorbei, nein, die Sünden müssen abgearbeitet werden, also was passt besser zur dir:
Protector
Matchmaker
Inspirer oder
Messenger?

Matchmaker (Liebesenlge), das ist Jades Bestimmung nach ihrem Tod. Kaum zu glauben, immerhin sieht sie sich selbst als Nerd, die nur kurz vor ihren Tod romantische Gefühle für einen Jungen kennengelernt hat, aber wie sagt man denn so schön? Es geht noch schlimmer:
Ihr Vater ist im Himmel verschollen, ihr Ausbildner hasst sie und ihr Schützling ist kein anderer als Casper Sinclair, der Junge, den sie vor kurzen noch sehr nahe gestanden war.

Die Idee hinter dem Buch fand ich von Anfang an interessant und spannend, denn ich habe eine große Schwäche für Engelsbücher jeglicher Art.
Dazu noch eine Prise Humor und Sarkasmus und ich bin glücklich und das konnte Jade gut: sarkastisch sein ;D .

Die Schreibweise war angenehm, locker und Jades Sicht teilweise sehr aufwühlend und manche Szenen gingen mir näher, als ich mir je hätte träumen lassen können. Ihr Tod, ihre Beerdigung, die Hinterbliebenen, auch wenn viele Szenen amüsant und witzig waren, es gab auch einige, die den Leser mitnahmen. Und macht das nicht ein gutes Buch aus?
Das man nicht nur das Buch liest, sondern auch mit den Charakteren mitleidet und ihre Freude sowie Trauer fühlt? Das schaffte Anne-Marie auf jeden Fall!

Ein paar Ereignisse und Handlungen waren aber zu einfach und teilweise unglaubwürdig. Charaktere glaubten etwas zu leicht, eine Handlung ging einfach zu leicht von der Hand oder wirkte gestellt.

Das Ende war dafür umso überraschender! Ein Happy End der etwas anderen Art, würde ich einfach mal sagen, ich sehe es jedenfalls als Happy End an, auch wenn es anders kam als gehofft und gedacht. Ein geschlossenes Ende, was jedoch offen genug ist, dass man auf eine Fortsetzung hoffen könnte. Mal schauen und Daumendrücken, dass es mit Jades Abenteuer noch nicht vorbei ist ;P .

Ein Buch, das witzig und spannend war und dennoch ihre Macken hatte. Die Schreibweise war packend und gefühlvoll, die Handlung teilweise nicht ganz nachvollziehbar, aber die Idee dahinter war gut. Klar, es hatte kleine Schönheitsfehler, aber perfekt wird doch sowieso überbewertet xP .
Das Ende war überraschend und anders als gedacht, trotzdem gelungen. Als Einzelteil geplant gibt es aber dennoch Hoffnung, dass es irgendwann einmal eine Fortsetzung gibt, ich Drücke mal die Daumen, dass das nicht das letzte und einzige Buch in Jades Buchuniversum war, denn sie ist eine tolle Hauptprotagonistin mit all ihren Witz, Humor und Intelligenz.
Ich gebe dem Debütroman 4 von 5 Sterne, da es wirklich gelungen war, aber dennoch kleine Unstimmigkeiten aufweist. Dennoch gilt: Es ist lesenswert!
Das wird nicht das letze Buch sein, welches ich von Anne-Kathrin Jungwirth gelesen haben werde.


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